Bei den Bemühungen um die gesellschaftliche Integration blinder und sehbehinderter Menschen kommt dem Kulturtourismus eine wichtige Rolle zu. Die Berliner Konferenz "Kultur für alle" hat dies unter Hinweis auf die Charta der Menschenrechte
"Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben."
und den Beschluss des EU-Ministerrates über die Zugänglichkeit kultureller Einrichtungen nachdrücklich unterstrichen (
www.design-fuer-alle.de).
Ein Museumsbesuch, unabhängig ob in einem Kunst-, Heimat- oder Technikmuseum ist für blinde und sehbehinderte Menschen ebenso lohnenswert wie für Besucher ohne Beeinträchtigung des Sehvermögens. Um auch blinden und sehbehinderten Menschen den möglichst eigenständigen Besuch von Museen und Ausstellungen zu erleichtern, hat die Koordinierungsstelle Tourismus im Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (KoST) Empfehlungen erarbeitet.
Die Umsetzung dieser Empfehlungen erleichtert nicht nur blinden und sehbehinderten Menschen den Besuch von Museen und Ausstellungen, sondern allen, die nicht zuletzt auch dem wachsenden Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung. Insofern stellen sie auch einen Beitrag zur Erreichung von mehr sozialer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit dar.
Diese Empfehlungen sollen den Museen in unserem Land als Hilfe und Anregung für eine barrierefreie Gestaltung von Museumsbesuchen blinder und sehbehinderter Gäste dienen. Sie können als
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Für Hinweise zu diesem Papier ist die KoST jederzeit dankbar.
Ansprechpartner
Dr. Rüdiger Leidner
Tel: (030) 20146934
Email: r.leidner(at)berlin.de