Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)

 

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Wie erklärt man blinden oder sehbehinderten Touristen Sehenswürdigkeiten ?

Bei den Bemühungen um die gesellschaftliche Integration blinder und sehbehinderter Menschen kommt dem Reisen einschließlich der Teilnahme an geführten Rundreisen und Stadtführungen eine wichtige Rolle zu. Führungen und geführte Reisen, an denen blinde oder sehbehinderte Menschen teilnehmen, werfen immer wieder die Frage auf, wie auf die Interessen und Bedürfnisse dieser Reisenden eingegangen werden kann.

Allzu schnell wird die Lösung darin gesehen, die Auswahl der präsentierten Objekte bzw. Themen auf abtastbare Objekte zu beschränken. Übersehen wird bei diesem auf den ersten Blick nahe liegenden Schluss, dass auch ein Objekt, das aufgrund seiner Größe und Positionierung mit den Händen gut abtastbar ist, ergänzend beschrieben werden muss, da die Hände immer nur einen punktuellen Eindruck wiedergeben - von der farblichen Gestaltung einmal ganz abgesehen. Hinzu kommt, dass viele Objekte aufgrund ihrer Größe und Positionierung (man denke an eine überlebensgroße Skulptur auf einem Sockel, weit entfernte Objekte bei Busreisen) gar nicht abtastbar sind, blinden bzw. sehbehinderten Teilnehmern aber trotzdem vermittelt werden sollen.

Um auch blinden und sehbehinderten Menschen die Teilnahme an solchen Reisen sinnvoll zu ermöglichen und den Reise- bzw. Gästeführern die Berücksichtigung ihrer besonderen Bedürfnisse zu erleichtern, hat die Koordinierungsstelle Tourismus im Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband nachstehende Empfehlungen verabschiedet.

Sie richten sich an alle, die Touristen vor Ort Informationen über die Umgebung vermitteln, sei es zu Fuß oder im Reisebus, also an Stadt-, Gäste- bzw. ReiseführerInnen ebenso wie MuseumspädagogInnen. Soweit nicht zwischen diesen verschiedenen Sparten unterschieden werden muss, wird im Text der Empfehlungen als Oberbegriff „GästeführerIn“ verwendet.

Ebenso wird das Wort „Objekt“ als Sammelbegriff für alles das verstanden, was zu beschreiben ist, also nicht nur konkret abgrenzbare Gegenstände wie Skulpturen oder Gebäude, sondern auch Landschaften, Stadtsilouetten, das Bild einer Straße oder eines Stadtviertels.

Empfehlungen für diese Objektbeschreibungen finden Sie  Word-Datei hier (145 KB). Diese Empfelungen stehen  PDF-Datei hier (90 KB) auch als PDF zur Verfügung.

 

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