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Bankautomaten stellen für blinde und sehbehinderte Menschen ein großes Hindernis dar. Die Gestaltung dieser Bankautomaten war vor Jahren nicht barriereferei und ist sie leider auch heute bei der überwiegenden Anzahl dieser Bankautomaten immer noch nicht, obwohl es technologische Lösungen gibt. Zahlreiche Gespräche des DBSV mit Banken und Geldinstituten sowie dem Zentralen Kreditausschuß der Banken (ZKA) führten bisher leider noch nicht zum Durchbruch, und das, obwohl es bereits barrierefrei gestaltete Bankautomaten gibt. Banken und Institute scheuen leider bei der Neuanschaffung solcher Bankautomaten die zusätzlichen, jedoch geringfügigen Mehrkosten für die barrierefreien Ausführung solcher Automaten, obwohl blinde und sehbehinderte Bankkunden für die nicht unerhebliche Kundengruppe darstellen. Deshalb tritt der DBSV auch heute noch vehement bei den Banken und Geldinstituten für die Einführung barrierefrei gestalteter Bankautomaten und die Implementierung entsprechender Software zur Nutzung von Sprachausgaben in den Rechenzentren der Banken ein.
Bereits 2002 wurde in Zusammenarbeit des Gemeinsamen Fachausschusses für allgemeine Hilfsmittel (GFaH) mit dem gößten deutschen Hersteller solcher Bankautomaten eine Richtlinie für die blinden- und sehbehindertengerechte Gestaltung von Geldausgabeautomaten erarbeitet. Dieses Anforderungsprofil wird ständig fortgeschrieben und wurde allen Banken und Instituten zur Kenntnis gegeben, jedoch ohne ein grundsätzliches Umdenken bei ihnen zu erreichen.
Dieses Anforderungspapier finden sie nach einer Überarbeitung im Jahr 2010 als Word-Dokument
hier (4.8 MB) und
hier (118 KB) als PDF zum Download.
Im Jahr 2010 wurde im Rahmen deines BKB-Projektes erneut der Versuch unternommen, einen Schritt in Richtung barrierefreier Bankautomaten voranzukommen. Das Abschlußpapier dieses Projektes finden Sie als Worddokument
hier (104 KB) und als PDF
hier (99 KB).
Gegenwärtig befassen sich zwei Arbeitsgruppen mit der Zugänglichkeit solcher Bankautomaten für sinnes- und körperbehinderte Menschen, um dann am 26.10.2011 in einem Gespräch mit Vertretern unterschiedlicher Behinderungsarten, des Bundeskompetenzzentrums Barriefreiheit (BKB) und Herstellern von Bankautomaten (WINCOR-NIXDORF, KEBA, NCR und TALARIS) sowie Rechenzentren der Sparkassen (Finanz Informatik) und der Volksbanken (FIDUCIA und GAD) eine Verbesserung der derzeitigen Situation zu beraten und weitere Schritte festzulegen.
Für Anfrage steht Ihnen Herr Hans-Karl Peter unter 030-285387190 gern zur Verfügung.