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Der GFUV erarbeitet Mindeststandards für den barrierefreien Zugang zur gebauten Umwelt und zum öffentlichen Verkehr und berücksichtigt die besonderen Belange blinder und sehbehinderter Menschen. Dabei schöpft der Fachausschuss aus dem Erfahrungsschatz Betroffener und professioneller Helfer. Er bezieht in seine Arbeit aber auch Ergebnisse ein, die aus praktischen Untersuchungen stammen.
Die Mitglieder des Ausschusses arbeiten ehrenamtlich. Hauptgebiete ihrer Tätigkeit sind die Barrierefreiheit im Öffentlichen und privaten Personenverkehr sowie die Barrierefreiheit des Hoch- und Tiefbaus. Hierzu entwickelt der GFUV Merkblätter und Broschüren. Daneben berät er Bau- und Verkehrsträger und wirkt in DIN-Ausschüssen sowie in beratenden Gremien mit. Schließlich veranstaltet der GFUV Informationstagungen für Umwelt- und Verkehrsexperten aus den Mitgliedsverbänden.
Im GFUV sind folgende Verbände vertreten:
Berufsvereinigung der Orientierungs- und Mobilitätstrainer für Blinde und Sehbehinderte (BOMBS)
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV)
Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS)
Pro Retina Deutschland e.V.
Verband der Blinden- und Sehbehindertenpädagoginnen und –pädagogen (VBS) so lautet das Thema einer Fachtagung des Gemeinsamen Fachausschusses für Umwelt und Verkehr (GFUV) vom 28.08.- 30.08. 2008 im advena Hotel Hohenzollern, Theodor-Heuss-Platz 5, 49074 Osnabrück.
Es gibt heute Lösungsansätze aus den Niederlanden für die Umwandlung eines Verkehrsraumes in so genannte Mischverkehrsflächen, kurz shared space genannt. Da in diesen gemeinsam genutzten Flächen auf bisher übliche "Hilfsmittel" wie Bordsteinkanten, Lichtsignalanlagen mit Rufsignal u.a. verzichtet wird, stellen sie eine erhebliche Gefahr für Orientierung und Sicherheit blinder und sehbehinderter Verkehrsteilnehmer dar. Andere mobilitätseingeschränkte Pesonen werden möglicherweise in ander Hinsicht gleichfalls Probleme mit diesem von zunehmend mehr deutschen Kommunen in Erwägung gezogenen Rückbau in Verkehrsmischflächen bekommen.
Neuen Ansätzen sollte man sich nicht von vornherein verschließen, sondern wie in anderen Fällen auch, möchte die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe gemeinsam mit anderen nach Lösungen suchen, die wiederrum einer großen Anzahl weiterer Verkehreteilnehmer zu Gute kommen.
Deshalb wird der GFUV Ende August in Osnabrück auf einer Fachtagung mit Initiatoren, Anwendern und Nutzern der Idee von shared space über Machbares und Unrealistisches diskutieren. Ziel dieser Fachtagung ist es, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten zu eruieren und und möglichst zusammenzuführen.
Das Ziel des GFUV ist es weiterhin, eine möglichst allen Interessen gerecht werdende Lösung - zumindest für Deutschland - für die Nutzung von Mischverkehrsflächen durch blinde und sehbehinderte Verkehrsteilnehmer zu entwickeln, um diese dann als Empfehlung an Kommunen weitergeben zu können, die sich im dem Gedanken tragen, shared space Bereiche einzurichten.
Es wird ebenfalls die Möglichkeit einer Besichtigung des shared space EU-Pilotprojektes in Bohmte unweit von Osnabrück innerhalb der Tagung geben. In diesem Bohmter shared space wurde ein zur Orientierung für blinde und sehbehinderte Verkehrsteilnehmer unerlässliches Leitsystem erfolgreich und mustergültig integriert.
Nähere Informationen über diese Tagung können Sie unter h-k.peter(at)dbsv.org oder telefonisch unter 030-285387190 erfahren.
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RTF-Dokument (10 KB)) Ansprechpartner in der DBSV-Geschäftsstelle:
Hans-Karl Peter
Tel.: (0 30) 28 53 87 – 190
E-Mail an Hans-Karl Peter
Leiter des GFUV
Wolfgang Schmidt-Block
Tel.: (0 30) 40104066
E-Mail: w.schmidt-block(at)online.de