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Blindenfußballereignisse
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Aktion Mensch. Kein anderer Sport blinder Menschen ist so fördernd und fordernd in Fitness, Orientierung, Beweglichkeit und Kommunikation und gleichzeitig so spannend und rasant.
Mit dem International Blind Challenge Cup (IBCC) fiel im Mai 2006 der offizielle Startschuss für den Blindenfußball in Deutschland. Anders als in Südamerika, England, Spanien und vielen anderen Ländern gab es bis zu diesem Zeitpunkt hierzulande noch keinen Blindenfußball. Ab da nahm die Entwicklung jedoch einen rasanten Verlauf. Bereits im April 2007 spielten sechs Mannschaften um den ersten Hallenturniersieg in Tübingen. Es hatten sich zehn Fußball-Teams gegründet und ihr Training aufgenommen. Im März 2008 konnte auf Initiative des DBSV die erste Saison der Deutschen Blindenfußballbundesliga mit acht Teams gestartet werden. Zusammen mit der
Sepp-Herberger-Stiftung und dem
Deutschen Behindertensportverband bereitet der DBSV für März bis Juni 2010 bereits die dritte Saison der Liga vor. Mit dem 1. Women Worldcup organisierte der DBSV das weltweit erste Blindenfußballturnier der Frauen zusammen mit der
Deutschen Blindenstudienanstalt und der
SSG Blista Marburg
Blindenfußball wird mit vier blinden Feldspielern und einem sehenden Torwart gespielt. Dazu gibt es noch zwei sehende Rufer: den Trainer an der Seite und den Rufer hinter dem gegnerischen Tor.
Sobald sich ein Spieler auf den Ballführenden zubewegt, muss er “Voy”, (Spanisch “Ich gehe”) rufen. Der Ball rasselt gut hörbar und ist etwas kleiner und schwerer als ein normaler Fußball und springt nicht so leicht. Das 40 x 20 Meter große Spielfeld wird an der Seite von Banden begrenzt, die als Orientierung dienen und den Ball im Spiel halten.Der Torhüter hat nur einen geringen Bewegungsraum vom 5 x 2 m. Ein Spiel dauert 2 x 25 Minuten.
DBSV-Präsidentin Renate Reymann: "Die Geschichte des Blindenfußballs in Deutschland ist eine Erfolgsstory der Selbsthilfe. Blinde und sehbehinderte Menschen organisieren ihren Sport selbst und wir sind froh, dass der DBSV dies ermöglichen kann. Damit wollen wir viele Betroffene ermutigen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Wir wollen zeigen, was Selbsthilfe alles bewirken kann. Ich wünsche der dritten Liga-Saison wieder einen fairen, spannenden und erfolgreichen Verlauf. Und ich wünsche vielen blinden und sehbehinderten Menschen das, was blinde Fußballer beim Spiel empfinden: unbegrenzte Freiheit."