Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)

 

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International Blind Callenge Cup 2006

Vorwort

 

Der Beginn von etwas Neuem ist Herausforderung und Chance, die Möglichkeit, vorhandene Potentiale zu nutzen und die Zukunft positiv zu gestalten. In besonderer Weise wurde dies durch den ersten Blindenfußball-Workshop und das erste Internationale Blindenfußballturnier IBCC in Deutschland deutlich, die vom Sozialverband Deutschland e.V. und dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband veranstaltet wurden. Obwohl bereits seit geraumer Zeit als paralympische Disziplin anerkannt und international etabliert, war Blindenfußball in Deutschland weder verbandsmäßig organisiert, noch war ein regelmäßiger Spielbetrieb in nennenswerter Weise existent.

 

Das Fußballjahr 2006 mit seiner hohen Aufmerksamkeit aller Fußballbegeisterten bot die große Chance, die neue Sportart mit einem interessanten Programm, das sich über eine Woche im Mai 2006 erstreckte, in Deutschland vorzustellen und wurde so zum „Jahr Eins“ für den Blindenfußball in Deutschland.

 

Das Interesse der Öffentlichkeit war überwältigend. Auch das leidenschaftliche Engagement der blinden deutschen Spielerinnen und Spieler, die zum ersten Mal Grundfähigkeiten im Blindenfußball vermittelt bekamen, zeigte, dass die Zeit für die Einführung der Sportart überfällig war. Die weitere Entwicklung verlief mit zahlreichen engagierten Initiativen viel versprechend. Als besonderer Höhepunkt ist hier die Teilnahme der deutschen Nationalmannschaft an der Europameisterschaft 2007 in Athen zu nennen, auf der die Qualifikation für die Paralympics 2008 möglich ist.

 

Wir danken an dieser Stelle ganz herzlich Herrn Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble und dem Britischen Botschafter Sir Peter Torry für die Übernahme der Schirmherrschaft und den weiteren Unterstützern, allen voran der Aktion Mensch, die die erfolgreiche Durchführung in erheblicher Weise unterstützt haben.

 

Adolf Bauer, Präsident Sozialverband Deutschland e.V.

 

Renate Reymann, Präsidentin Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband

 

Grußworte

 

Dr. Wolfgang Schäuble, Schirmherr IBCC 2006

Ich grüße alle Aktiven und alle Zuschauer, die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie die Förderer sehr herzlich. Als der für den Spitzensport zuständige Bundesminister bin ich mir bewusst, welche herausragende Bedeutung der Leistungssport für Menschen mit Behinderungen besitzt. Mit ihrem beeindruckenden Leistungswillen sind behinderte Sportlerinnen und Sportler Vorbild für viele in unserer Gesellschaft – und so auch für nicht behinderte Menschen. Ich bin überzeugt, dass gerade der soziale Aspekt und die integrative Kraft des Sports dazu beitragen können, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen entscheidend zu verbessern. Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Internationalen Blindenfußballturniers spannende und faire Wettkämpfe und den erhofften Erfolg.

 

Sir Peter Torry, Schirmherr IBCC 2006

Im Fußball geht es nicht nur ums Gewinnen, sondern auch um Fairness und Respekt für die Leistungen anderer. Eigentlich sollte es daher selbstverständlich sein, allen Menschen die Möglichkeit zu bieten, sich daran zu beteiligen – egal welche körperlichen Voraussetzungen sie mitbringen. Hier erfüllt der Fußball eine Vorreiterrolle und trägt dazu bei, die Gesellschaft positiv zu verändern. Die Weltmeisterschaft in Deutschland ist eine gute Gelegenheit, auch für den Blindenfußball die Aufmerksamkeit und Anerkennung einer breiten Öffentlichkeit zu gewinnen. Ich wünsche den Spielern und auch dem Publikum viel Erfolg und Spaß bei diesem besonderen Turnier.

 

Michael Barredo

The International Blind Sports Federation (IBSA), of which I am President, is continually seeking new ways to further develop the range of sports for the blind and partially sighted on our international sports calendar. We welcome the initiative to hold the ”First International Berlin Challenge Cup” in May 2006. Coming as it does immediately before the FIFA World Cup, it is an excellent opportunity to showcase the skills and talent of blind players and demonstrate to the world that blind people are, as IBSA’s slogan states, Capable of Everything.

 

Uwe Seeler

Das Jahr 2006 steht in Deutschland ganz wesentlich im Zeichen der Fußballweltmeisterschaft. Der faire Um gang der Spieler unterschiedlichster Nationen steht gerade in der heutigen Zeit symbolisch für die friedliche Koexistenz der Völkergemeinschaft. Ich freue mich, dass ich am 26. und 27. Mai beim Internationalen Blindenfußballturnier in Berlin dabei sein kann. Schon im Zusammenhang der Olympischen Spiele bzw. Paralympics wurde deutlich, dass der Sport behinderter Menschen einen großen Stellenwert hat und immer mehr Aufmerksamkeit erfährt. Diese Aufmerksamkeit, einen guten Verlauf und spannende Begegnungen wünsche ich den Teilnehmern, Zuschauern und Organisatoren.

 

Die Kunst mit dem hörbaren Ball

 

Wie funktioniert Blindenfußball?

 

Blindenfußball wird auf einem 20x40 m großen, mit hüfthohen Banden umgebenem Feld gespielt. Der Ball ist innen mit Rasseln ausgestattet und kann so akustisch geortet werden. Jede Mannschaft besteht aus vier blinden Feldspielern und einem sehenden Torwart. Tragende Elemente des Spiels sind Orientierungsfähigkeit, gute Kommunikation und Spielorganisation sowie die technischen Fertigkeiten. Akustisch unterstützt werden die Spieler durch den Trainer und einen Guide hinter dem gegnerischen Tor für die Zielangabe zum Torschuss. Um die akustische Orientierung der Spieler nicht zu beeinträchtigen, wird das Publikum meist gebeten, sich leise zu verhalten. Torjubel ist natürlich erlaubt! Gegnerische Verteidiger, die sich dem ballführenden Spieler nähern, müssen den Signalruf „voy“ (spanisch „ich gehe“) abgeben, um einen versehentlichen Zusammenstoß zu verhindern. In Brasilien wird bereits seit den 60er Jahren Blindenfußball gespielt. Die ersten Wettkämpfe wurden 1984 ausgetragen. Seit 1997 finden regelmäßig Europameisterschaften und seit 1998 alle zwei Jahre Weltmeisterschaften statt.

 

rasant und hörbar - Blindenfußball aus der Perspektive des französischen Torwarts
Perspektive des französischen Torwarts

Der Workshop

 

Mit der Eröffnung des Workshops knapp eine Woche vor der Durchführung des Turniers fiel das Startsignal für den Blindenfußball in Deutschland. Ziel des vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) konzipierten Lehrganges war es, den deutschen Teilnehmern erste Kenntnisse und Grundfähigkeiten zu vermitteln. Keine leichte Aufgabe – im Gegensatz zu den Spielern der anderen Mannschaften waren die Deutschen in Sachen Blindenfußball noch völlig „unbeleckt“. Bei der Durchführung des Workshops stand die Britische Botschaft Pate: Botschafter Sir Peter Torry eröffnete den Workshop persönlich, ihm ist es auch zu verdanken, dass für die Leitung des Lehrganges die erfahrenen Trainer der englischen Nationalmannschaft John Ball und Tony Larkin gewonnen werden konnten. Beide haben übrigens ein besonderes Ausbildungsprogramm für Blindenfußball entwickelt.

 

Im Workshop übten die Deutschen unter anderem: Regeln der Kommunikation auf dem Spielfeld, das Ansteuern von Zielen, kontrolliertes Passieren der Mitspieler, Bewegung mit dem Ball, Orientierung auf dem Spielfeld, Kommunikation mit Guides (Sehende, die den Spielern bei der Orientierung helfen), Angriff und Verteidigung sowie das Bilden von Formationen. Als „Sparringspartner“ für die ersten Spielversuche hatten sich die Spieler der Englischen Nationalmannschaft gerne zur Verfügung gestellt. Zitat Reiner Delgado, DBSV-Sozialreferent: „Am Mittwoch Nachmittag stand ich am Rand des Spielfeldes.

 

Im Workshop wurden die ersten kompletten Spielformationen geübt: Die Raute aus vier Spielern, die im Verteidigungsfall klein und dicht vor dem eigenen Tor ist und sich bei Ballbesitz schnell vergrößert und aufs gegnerische Tor zu bewegt. Dann wurden zwei Mannschaften gebildet, die das gegeneinander ausprobieren sollten. Ich hatte den Gedanken, dass gerade das erste Blindenfußballspiel in Deutschland beginnt. Die engagierte Arbeit des Trainergespanns führte zu erstaunlichen Entwicklungen in den Fertigkeiten der aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten 20 Männer und 10 Frauen.

 

Mitglieder der englischen Nationalmannschaft pausieren, während deutsche Teilnehmer üben, sich auf Zuruf zu orientieren und zu laufen
Englische Nationalmannschaft

Lernen von den Stars

 

John Ball gelang es auch, eine besondere Begeisterung für den Fußball zu wecken. Die intensiven Erlebnisse auf dem Spielfeld und am Spielfeldrand führten zu engen, freundschaftlichen Kontakten zwischen den englischen und deutschen Spielern, die über die Veranstaltungswoche hinaus den deutschen Blindenfußball positiv beeinflussen werden.

 

Über die Trainingskonzeption im Workshop und die Spielerfahrung im internationalen Blindenfußball wurde im Rahmen einer abschließenden Pressekonferenz berichtet, zu der die Veranstalter gemeinsam mit der Britischen Botschaft eingeladen hatten. Nach der Begrüßung durch Botschafter Sir Peter Torry standen Trainer John Ball, Nationalspieler Ajmal Ahmed, SoVD-Präsident Adolf Bauer und DBSV-Geschäftsführer Andreas Bethke für Fragen zur Verfügung.

 

Vorrundenspiel Spnaien-Frankreich
Spanien-Frankreich

Die Teams

Brasilien

 

Teamfoto Brasilien
Teamfoto Brasilien

Spanien

 

Teamfoto Spanien
Teamfoto Spanien

Frankreich

 

Teamfoto Frankreich
Teamfoto Frankreich

England

 

Schiedsrichter des Turniers
Schiedsrichter des Turniers

Schiedsrichter aus Frankreich, Griechenland und Spanien

 

IBCC 2006 – das 1. internationale Blindenfußballturnier

 

Vor der Austragung war seit Wochen auf Plakaten, im Internet, durch Verteilen von Flyern und mit einem Kinospot auf den International Blind Challenge Cup (IBCC) aufmerksam gemacht worden. Das erste internationale Blindenfußballturnier in Deutschland sollte im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft ein Zeichen setzen. Es sollte deutlich machen, dass behinderte Menschen in dieser Sportart beachtliche Leistungen erbringen können. Zusammen mit dem vorausgehenden Workshop sollte das Turnier aber auch den Auftakt zu einer nachhaltigen Etablierung des Blindenfußballs als Leistungs- und Breitensport in Deutschland bilden. UEFA und IBSA (International Blind Sports Federation) befürworteten dieses Ziel nachdrücklich.

 

Bereits am Vorabend der Turnierdurchführung wurden im Rahmen einer „Player’s Night“ neben der englischen Nationalmannschaft, die bereits im Workshop mitgewirkt hatte, die Nationalteams aus Brasilien, Frankreich und Spanien begrüßt. Die Britische Botschaft hatte zu diesem Zweck ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und der stellvertretende Missionsleiter Hugh Mortimer hieß Sportler, Organisatoren, Helfer, Fans und Sponsoren des anstehenden Turniers willkommen. Dem zahlreich anwesenden Publikum aus Sport, Politik und Gesellschaft wurden durch die Veranstalter Grundregeln der Spielanlage vermittelt, über Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Worshop berichtet und die Mitglieder der Teams einzeln vorgestellt.

 

Die Spieler gehören mit ihren Mannschaften zur Weltelite im Blindenfußball. In Brasilien sind blinde Fußballer Profis und auch in Spanien werden die Spieler vom Lotto-Dienst Once unterstützt. In England ist das renommierte Royal National College for the Blind (RNC) Kaderschmiede der englischen Blindenfußballliga. Es sind richtige Stars, die Berlin zum IBCC ihre Aufwartung machen. Auf entsprechende Erfolge können einige Mannschaften verweisen. Brasilien ist Vizeweltmeister der Jahre 1998 und 2000, gewann Gold bei den Paralympics 2004 in Athen und Bronze bei den Cups von Amerika der Jahre 1997, 2001 und 2003. Spanien reiste als amtierender und insgesamt vierfacher Europameister an. Frankreich wurde 2005 Vizeeuropameister.

 

Freistoß für Spanien gegen England
Freistoß für Spanien gegen England

IBCC 2006 – die Vorrunde

 

Der Morgen des 26. Mai 2006 begann mit dem Einmarsch und der Aufstellung der Mannschaften aus Brasilien, Frankreich, Spanien und England sowie dem Abspielen der jeweiligen Nationalhymnen. Zahlreiche Kamerateams von Fernsehsendern und Journalisten waren am Veranstaltungsort, dem Berliner Olympiagelände, zugegen, um über das Ereignis zu berichten. Um 09:30 Uhr war es soweit, das erste Spiel des ersten internationalen Blindenfußballturniers in Deutschland wurde angepfiffen. Die Eröffnungspartie Brasilien gegen England endete mit einem deutlichen 4:0 zugunsten der Südamerikaner.

 

Die Brasilianer begeisterten auch in den Folgespielen durch ihre meisterhafte Ballbehandlung im Offensivspiel, hatten aber auch ihre Stärken in der Verteidigung und blieben ohne Gegentreffer. Aber auch die spanischen Spieler konnten gut mithalten und mussten sich in der ersten Begegnung nur den brasilianischen Ballakrobaten geschlagen geben. Dem französischen Team gelang es dagegen als einziger Mannschaft durch ihre Defensivstärke ohne Gegentor gegen die starken Brasilianer zu bestehen. Die englischen Spieler, denen so mancher deutsche Teilnehmer des Workshops fest die Daumen drückte, blieben leider etwas hinter den Erwartungen zurück.

 

Spanien – Frankreich 3 : 0

Brasilien – Frankreich 0 : 0

Spanien – England 1 : 0

Brasilien – Spanien 2 : 0

England – Frankreich 0 : 0

 

Vorrundenspiel Brasilien-Spanien
Brasilien-Spanien

IBCC 2006 – das Endspiel

 

Im Endspiel trafen nach Vorrundenergebnis nochmals der amtierende Sieger der Paralympics Brasilien und der amtierende Europameister Spanien aufeinander. Zwar sprach der Ausgang der Vorrundenbegegnung mit 2:0 deutlich für die Männer von der Copacabana. Über weite Strecken blieb das Spiel aber ausgeglichen und hart umkämpft. Die verschiedenen Angriffsformationen beider Teams wurden mit großer Spannung verfolgt. Die rasanten Dribblings der brasilianischen Stürmer waren beeindruckend, blieben aber ohne Torerfolg. Erst als in der 21. Minute der 28-jährige Marcelo Rosado Carrasco, den seine Mannschaftskameraden als ihren Stürmer bezeichnenderweise „El Niño“ nennen, den Ball im brasilianischen Tor versenkte und die Südamerikaner in der verbleibenden Spielzeit kein Rezept fanden, die spanische Abwehr zu überrumpeln und den Ausgleich zu erzielen, ist die Überraschung perfekt: Spanien gewinnt mit 1:0 Toren und ist Sieger des ersten IBCC.

 

Hart umkämpft - das Endspiel zwischen Sieger der Paralympics Brasilien und Europameister Spanien
Spanien-Brasilien

Showfußball und Siegerehrung

 

Nach dem Turnier wurde mit freundlicher Unterstützung der Hamburg Mannheimer Versicherung ermöglicht, auf einem Spielfeld auf dem Potsdamer Platz Blindenfußball als Sportart vorzustellen und Ergebnisse des Workshops noch einmal zu präsentieren. Die Fußball-Legende Uwe Seeler war als prominenter Fürsprecher zugegen. Auch versuchte er sich im Toreschießen – mit verbundenen Augen und damit zu gleichen Bedingungen wie die sehbehinderten Teilnehmer am Turnier! Der Schlusspunkt wurde an diesem Tag durch den Live-Auftritt der blinden Sängerin Corinna May und einen begleitenden Ballon-Aufstieg gesetzt. Am folgenden Tag fand die offizielle Siegerehrung auf dem Potsdamer Platz statt. Nach der Nationalhymne der Siegermannschaft überreichten SoVD-Präsident Adolf Bauer, Uwe Seeler und DBSV-Geschäftsführer Andreas Bethke Siegerpokale und Urkunden. Zu Ende ging der Tag mit einer Feier der Hamburg-Mannheimer Versicherung im „ADAGIO-Club“ am Marlene-Dietrich-Platz und der integ-Jugend im SoVD-Haus. Mit dabei: Fußball-Legende Sepp Maier und Schauspieler des Films „Das Wunder von Bern“.

 

Pokalübergabe mit Uwe Seeler und SoVD-Präsident Adolf Bauer (rechts)
Pokalübergabe

Die weitere Entwicklung

 

Die Entwicklung zahlreicher Einzelinitiativen und das fortschreitende Engagement der TeilnehmerInnen zeigen den Erfolg von Workshop und IBCC als gelungener Initialzündung. Unter anderem entstanden folgende Initiativen: Die Workshop-Teilnehmer gründeten bundesweit bis Ende 2009 dreizehn Teams und Trainingsgemeinschaften. Ende September 2006 entsandte der DBSV mit Hilfe der Sepp-Herberger-Stiftung und des DBS ein deutsches National-Team zu einem internationalen Turnier nach Griechenland/ Thessaloniki.

2007 gab es bereits drei Blindenfußballturniere in Deutschland: Tübingen, Neumünster und Marburg. 2008 kickten blinde Fußballerinnen und Fußballer in der ersten Saison der Deutschen Blindenfußballbundesliga. Ende 2009 laufen die Vorbereitungen für die dritte Ligasaison.

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Introduction

 

The beginning of something new is a challenge and a chance, the opportunity to use existing potentials for creating a positive future. In a special way, this was shown by the first futsal workshop and the first international futsal tournament in Germany (IBCC), which had been organised by the German Social Association and the German Federation of the Blind and Partially Sighted. Even it was already recognised as an official paralympics disciplin for quite a while and is well established internationally, futsal neither hasn’t been organised in a federational structure, nore did a regular play schedule exist in Germaany so far.

 

The football/soccer year 2006 with it’s high attention by all people interested in the sport, provided the great chance to introduce the new kind of sport in Germany, which was made by a one week interesting program in May 2006. Therefore, 2006 can be called the 1st year of futsal in Germany. The public interest was overwelming. Also the heigh engagement of German male and female players, who were taught the basics of futsal for the first time showed that the time for the introduction of this sport had been overdue. The further development went quite promising with a number of commited initiatives. A special highlight was the participation of the German national team in the European championships 2007 in Athens, which provided the opportunity to qualify for the paralympics 2008.

 

At this point, a special thanks goes to the German inteeria minister Dr Wolfgang Schäuble and the british embassador Sir Peter Torry, who provided the patronage for this event. Also a big thank you to all supporters, who made this event possible, especially to the “Aktion Mensch”.

 

Adolf Bauer, President German Social Association

Renate Reymann, President German Federation of the Blind and Partially Sighted

 

Greetings

 

Dr. Wolfgang Schäuble, Patron IBCC 2006

 

I warmly greet all athlets, spectators, the many volonteers and supporters of this event. As the responsible federal minister for top sport, I am very aware what meaning professional sport for people with a disability has. With their impressive will for great performance, handycapted athlets are role models for many within our society, also for people without a disability. I am convinced that especially the social aspect and the integrative power of sport will be able to increese the improovement of life quality of people with a disability significantly. I wish all participants of the international futsal tournament an exciting and fair competition and the hoped success.

 

Sir Peter Torry, patron IBCC 2006

 

Football, is not only about winning, but also about fairness and respect of the performance of others. Therefore, it should be natural to give all people the opportunity to participate in this sport regardless of their physical habilities. Here football takes a leading role and assists to change society in a positive way. The world championships in Germany are a great opportunity to win a high public attention and recognition for futsal as well. I wish the players and the spectators a great success and much fun during this special tournament.

 

Michael Barredo

 

The International Blind Sports Federation (IBSA), of which I am President, is continually seeking new ways to further develop the range of sports for the blind and partially sighted an our international sports calendar. We welcome the initiative to hold the "First International Berlin Challenge Cup" in May 2006. Coming as it does immediately before the FIFA World Cup, it is an excellent opportunity to showcase the skills and talent of blind players and demonstrate to the world that blind people are, as IBSA's slogan states, Capable of Everything.

 

Uwe Seeler

 

The focus of the year 2006 in Germany lays heavyly on the football world championships. The fair contact of players of many different nations with each other stays symbolic for a friendly co-existance of the community of nations, especially in our times. I am very happy that I will be able to attend the international futsal tournament in Berlin on the 26. and 27. of May. Already during the paralympics it turned out that the sport of people with a disability has a high rating and that the attention for it is rising. This attention, a good course and exciting games I wish the participants, spectators and organisers of this event.

 

The art with an acoustic ball

 

How does futsal work?

 

Futsal is played on a 20 x 40 meters big field, which is surrounded by hips high barriers. The ball has rassels inside, so it can be recognised acousticly. Each team consists of four blind players and a sighted goalkeeper. Fundamental elements of the game are orientation capability, good communication and play organisation as well, as technical skills. The players are supported acousticly by their coach and an additional guide, who is positioned behind the oponent’s goal and has to give directions for shoots on goal. For not disturbing the players’ acoustic orientation, the spectators are urged to keep silent during the game. Goal celebration is of cause allowed. Oponent defenders, who are approaching the ball handling player have to shout “voi” as a signal to prevent an accidently crash. In Brazil, futsal has been already played since the 60s. The first official competitions took place in 1984. Since 1997, European championships are played regularly and since 1998, also world championships are played every two years.

 

The Workshop

 

With the opening of the workshop nearly one week prior to the tournament, the start for futsal in Germany was made. The goal of this practice, which had been organised by the German Federation of the Blind and Partially Sighted (DBSV), was to teach first knowledge and fundamentals of the sport to German players. That was not an easy task. In contrast to the players of the other teams, the German hadn’t any idea of futsal yet. For performing this workshop, the British embassy functioned as a god father. Embassador Sir Peter Torry opened the workshop personally. It is also to his credit that the experienced coaches of the British national team, John Ball, Tony Larkin and Phillip Dean, could be convinced to accept the leading role of this workshop. Both of them have also developed a special training program for futsal.

 

During the workshop, the German participants trained: Rules for communication on the pitch, detecting targets, controlled passing between team-mates, moving with the ball, orientation on the pitch, communication with guides – sighted persons, who assist the players in orientation – atac and defense and the build-up of formations. For the first tryes of play, the players of the British national team had agreed to funktion as partners. Quote of Rainer Delgado, DBSV social referent, “On Wednesday afternoon, I stood beside the pitch. At the workshop, the first complete formations of play were practiced: The rhombe, made up of four players, which is small and close to the goal in defense, but extends when having the ball to atac the oponent’s goal. Then two teams were formed, who had to try this against each other. I thought, the first futsal game in Germany is starting right now.”The commited work of the coaches resulted in amazing developments of the skills among the 20 men and 10 women, who had come from all over Germany.

 

John Ball also achieved a special intusiasm for football in general. The intense experiences on the pitch and aside led to close and friendly contacts between the German and British players, which will have a positive impact on German futsal long after this week.

 

IBCC 2006 – The first international futsal tournament

 

Prior to the event, a massive public relation campagne through posters, the hand out of flyers, advertisements in the internet and a cinema spot was carried out to rise as many attention for the International Blind Challenge Cup (IBCC), as possible. The first international futsal tournament in Germany should make a statement prior to the football world championships. It should show that people with a disability can do a great performance in this sport. Together with the workshop, held prior to the event, the tournament also should mark the start to establish futsal as professional and mass sport in Germany. UEFA and IBSA (International Blind Sports Federation) agreed strongly to that goal. Already the evening before the tournament started a players night was celebrated in which the British, Brazilian, Spanish and French national teams were been welcomed. The British embassy had provided the rooms for this event and the deputy head of mission, Hugh Mortimer welcomed athlets, organisers, assistants, fans and sponsors of the tournament ahead. To the many attendants from sport, politics and society the basic rules of the game were explained by the organisers and results and experiences of the workshop were been presented before each member of each team was introduced seperatly. The players represent with their teams the world elite of futsal. In Brazil, blind players are professionals. And in Spain, futsal players are supported by the large organisation for blind “ONCE”. In England, the renowned Royal National College for the Blind (RNCB) is the training facility for young, very talented players of the english futsal league. These are real stars, who are coming to the IBCC in Berlin. Some teams can refer to great successes made in the recent past.

 

Brazil became second in the world championships of the years 1998 and 2000, won the gold medall at the paralympics 2004 in Athens and the bronce medall at the cup of Amerika in the years 1997, 2001 and 2003.

Spain arrived as the raining and four times European champion.

France became 2005 second in the European championships.

 

IBCC 2006 – The First Round

 

The morning of the 26. of May 2006 began with the marching in and presentation of the teams of Brazil, France, Spain and England. It was followed by playing the national enthoms of the teams. A number of camera teams from various TV-channels and other journalists were present at the Berlin Olympic area to report about the event. At 9.30 a.m the first game of the first international futsal tournament in Germany was officially started. The opening game, Brazil vs. England, was clearly won by the Southamerican by 4 : 0. The Brazilian were also inspiring during the following games through their great ball handling in the offence. But, also in defense they were convincing and survived without any goal against them. Also the Spanish players performed great and lost only their first game against the Brazilian ball acrobats. The French managed as the only team to survive against the strong Brazilian without any goal because of their great defense. The English players, some of the German participants of the workshop crossed their fingers for, could unfortunatlly not fully met the expectations.

 

Brazil – England 4 : 0

Spain - France 3:0

Brazil - France 0:0

Spain - England 1:0

Brazil - Spain 2:0

England - France 0:0

 

IBCC 2006 – The Final

 

In the final, the raining olympic champion Brazil and the raining European champion Spain were again to play against each other. Even the result of 2 : 0 of the first round indicated a clear win for the men of the Copa Cabana, the game was quite tied and a hard fight for gaining an advantage went on for a long while. The different offense formations of both teams were followed by great excitement. The fast dribblings by the Brazilian offense players were impressive, however were not a warded with a goal. Not until the 21st minute, when the 28 years old Marcelo Rosado Carrasco, who is called "El Nino" by his team-mates as their main offense player put the ball into the Brazilian goal and the Brazilian could find no way to get through the Spanish defense later on to score the equalizer, the surprise was perfect: Spain wins by 1 : 0 and is the winner of the first IBCC.

 

Show futsal and championship ceremony

 

After the tournament, with the support of Hamburg Mannheimer insurance company, it was possible to demonstrate futsal on a pitch at the Potsdamer Platz and to present the results of the workshop once again. The football legend Uwe Seeler was present as a prominent intercessor. He also tryed to score goals blind falded, which means he had equal conditions than the parcially sighted participants of the tournament had. The end of the show was a live performance of the blind singer Corinna May and the set-off of a baloon. The following day, the official winners ceremony was held at the Potsdamer Platz. After the national enthom of the winning team had been played, SoVD-president Adolf Bauer, Uwe Seeler and DBSV-secretary Andreas Bethke presented winning cups and certificates to the Spanish players. The day ended with a party of the Hamburg-Mannheimer insurance company in the "ADAGIO-Club" at the Marlene-Dietrich-Platz and the integ-youngsters at the SoVD-house. Also present were football legend Sepp Maier and actors of the movie "The wonder of Bern".

 

The next development

 

The development of a number of single initiatives and the advancing engagement of the participants shows that the IBCC and the workshop was a successful booster detonation. Among others, the following initiatives have been taken place:

 

The participants of the workshop founded 10 teams and training groups Germany wide. At the end of September 2006, the DBSV, with the assistance of the DSB, sent a German national team to an international tournament in Greece/Thessaloniki. Even the German delegation wasn’t able to achieve any wins, their oponents were excited about the niveau of technical skills, which the German players had been able to achieve within the few month since the introduction of futsal in Germany. In April 2007, a small tournament with four teams was held in Tübingen and the first tournament with a German wide participation was played as well in Neumünster. The next main event in futsal will be the European championships at the end of September 2007 in Athens, which a German national team will be send to. The preparations for the building of a German futsal league also have been started. The organisational development will be coordinated by the DBSV in cooperation with the DBS (German Sports association for people with a disability)

 

 

Informations about futsal are available from:

 

DBSV – Reiner Delgado, Rungestraße 19, 10179 Berlin, Tel (030) 28 53 87 - 24,  Mail

DBS – Ralf Kuckuck, Friedrich-Alfred-Straße 10, 47055 Duisburg, Tel (0203) 71 74 -167,  Mail

 

A number of informations about the sport and actual activities are available for download at:  www.blindenfußball.net. Here, also contact details to a variety of training opportunities can be found.

 

 

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