Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)

 

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Orientierungsfähigkeit

Die Orientierungsfähigkeit ist definiert als Fähigkeit, die Lage des eigenen Körpers im Raum zu bestimmen und zielgenau zu verändern. Neben dem visuellen Reiz (der ja beim Blindenfußball wegfällt) sind akustischer (Zurufe), taktiler (Berührung der Bande/ des Balles), vestibulärer (Stellung des Körpers im Raum/aufrechter Stand oder Schieflage) und kinästhetischer Reiz (Veränderung der Stellung des Körpers durch den Gegner/ Rempeln) bestimmend für die Orientierungsfähigkeit. Die Orientierungsfähigkeit ist abhängig von den Bereits gemachten Erfahrungen. Ist ein Blinder einen bestimmten Weg schon einige Male gelaufen, so kann er sich besser entlang des Weges an markanten Orten orientieren als Jemand, dem diese Erfahrungen noch fehlen.

Beispiel aus dem Blindenfußball: Die Stellung des eigenen Körpers im Raum, die Positionen von Gegnern, Mitspielern und Ball erfordern die Orientierung im Raum. Ein guter Blindenfußballer erkennt die Lücken in der gegnerischen Verteidigung und findet den besseren Weg zum Torabschluss gegenüber dem ungeübten Spieler.

 

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