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Kategorien B1 und B2/B3
Letzte Aktualisierung: Juni 2008
Inoffizielle Übersetzung aus dem Englischen und Spanischen von Reiner Delgado
Stand der Übersetzung: November 2008
Zu einigen Punkten dieser Regeln finden Sie Erläuterungen, die mit Vertretern der IBSA und anderen internationalen Blindenfußballexperten besprochen wurden.
Das Spielfeld soll stets unbedeckt sein, um eine optimale Akustik zu gewährleisten. Im Falle von widrigen Wetterbedingungen, außerhalb der Kontrolle des Organisationskomitees - anhaltender Regen, starker Wind usw. - müssen alternative Anlagen, mit einer bedeckten Spielfläche mit ähnlichen Eigenschaften zur Verfügung stehen, um ein Fortführen des Wettbewerbs sicherzustellen. Z. B. mit einer Oberfläche des Spielfeldes aus Holz, synthetischem Gummi oder ähnlichem Material. Der Alternativspielort muss durch die technischen Delegierten der IBSA sowie den Vorsitzenden des Organisationskomitees begutachtet und zugelassen sein.
Technischer Deligierter der IBSA und Organisationskomitee sollen sicher stellen, dass Flutlicht auch das Spielen bei Nacht erlaubt.
Das Feld muss rechteckig sein. Die Seitenlinien müssen länger als die Torlinien sein.
Länge: max. 42 Meter min. 38 Meter
Breite: max. 22 Meter min. 18 Meter
Die Seitenlinien der Spieloberfläche sollen von Banden gebildet werden, deren Zweck es ist, einen fließenderen Rhythmus des Spiels zu erlauben und ständige Einschüsse zu vermeiden, da diese das Spiel übermäßig verlangsamen würden. Außerdem dienen diese Banden dazu, die Orientierung der Spieler zu erleichtern. Die Höhe dieser Banden kann von 100 cm bis 120 cm variieren. Die Banden sollen im rechten Winkel zur Torauslinie (Senkrechte) von jeder Ecke der Torauslinie einen Meter über die Torauslinie hinausgehen.
Das Spielfeld ist gemäß dem Schaubild mit sichtbaren 8 Zentimeter breiten Linien zu markieren. Die längeren Linien, die das Feld begrenzen, heißen Seitenlinien, und die kürzeren Torlinien. Quer über die Breite des Feldes ist die Mittellinie zu ziehen, die das Feld in zwei Hälften teilt. Die Mitte des Feldes ist deutlich mit einem Punkt zu markieren, von dem aus ein Kreis mit einem Radius von 3 Metern zu ziehen ist.
Im Kreuzungspunkt der Torlinie und der Seitenlinie ist ein Rechteck von 20 cm mal 8 cm in Richtung des Tors auf der Außenkante der Torlinie zu markieren. Dieses dient zur Orientierung des Spielers, der eine Ecke ausführt.
Jeweils ca. 10 m von den Torlinien entfernt sind an den Oberkanten der Banden 8 cm breite Linien zu markieren. Diese teilen das Feld in die drei Ruferzonen ein.
siehe Erläuterung zu den Ruferzonen
An beiden Enden des Feldes ist jeweils ein Strafraum (Penaltiraum) wie folgt zu markieren:
Von der Außenseite jedes Torpfostens ist je eine imaginäre Linie von 6 m Länge rechtwinklig zur Torlinie ins Feld hinein zu ziehen. Die Torpfosten sind die Mittelpunkte zweier Kreislinien, die von den Enden der imaginären Linien in Richtung der näheren Bande gezogen werden. Die Enden der Kreislinien werden durch eine 3,16 m lange Linie parallel zur Torlinie verbunden. Die letztere Linie und die beiden Kreislinien schließen den Strafraum ein.
Der Torwartraum ist rechteckig mit den Maßen 5 m mal 2 m. Die längere Linie ist parallel zu der Torauslinie zu markieren, bestehend aus 3 m der Torlinie plus einem Meter auf jeder Seite der Torpfosten. Sie bildet mit den 2m-Linien an jedem Ende einen 90-Grad-Winkel.
Auf einer imaginären Linie senkrecht zur Torlinie gezogen von der Mitte zwischen den Torpfosten ist in einem Abstand von 6 Metern ein Punkt zu markieren. Diese Markierung ist der Punkt, von dem der Strafstoß ausgeführt wird. (Penaltipunkt)
Auf einer imaginären senkrechten Linie von der Torlinie mitten zwischen den Torpfosten ausgehend, ist ein sichtbarer Punkt in einem Abstand von 8 m zu markieren. Diese Markierung ist die 8-Metermarke (Doppelpenaltimarke).
Hinter jedem Tor muss ein Bereich für den dortigen Rufer frei von Hindernissen bleiben, damit der Rufer seine Aufgabe ungehindert erfüllen kann.
Auswechslungen dürfen nur durch eine Zentrale Tür gegenüber dem Zeitnehmertisch oder von der Torlinie des entsprechenden Endes erfolgen, sollte es keine zentrale Tür geben.
Die Tore sind weiß und in der Mitte jeder Torlinie aufzustellen und sind durch zwei senkrechte Pfosten mit einem Abstand von 3 Metern (inneres Maß) zu bilden, die oben durch eine horizontale Querlatte verbunden sind, deren Unterkante zwei Meter vom Boden entfernt ist. Die Breite und die Tiefe der Torpfosten und der Querlatte beträgt 8 Zentimeter. Die Pfosten und die Querlatte müssen von der gleichen Breite sein. Die Netze müssen an den Pfosten und an der Querlatte hinter dem Tor befestigt sein. In Bodenhöhe sind die Netze durch gebogene Rohre oder andere angemessene Netzträger zu befestigen.
Die Tore können 80-100 cm tief sein.
Die Spielfeldoberfläche muss aus Zement, Kunstrasen oder Rasen, glatt, eben und abriebfest sein.
Bei einer Spielfeldbreite von nur 15-16 m ist der Strafraum aus Kreislinien - wie oben beschrieben - mit einem Radius von nur 4 m zu bilden.
Der Ball soll kugelförmig und aus Leder oder einem anderen geeigneten Material gefertigt sein. Es soll kein Material bei der Herstellung des Balles benutzt werden, das eine Gefahr für die Spieler darstellen könnte.
Der Umfang des Balles soll zwischen 60 und 62 cm betragen. Das Gewicht des Balles zu Beginn des Spiels muss zwischen 510 und 540 Gramm liegen. Der Innendruck des Balls muss 0,4-0,6 Atmosphären betragen.
Das Klangsystem befindet sich im Inneren, um so eine regelmäßige Flugbahn des Balles zu erlauben, so dass wenn dieser sich schnell dreht oder rotiert, der Klang erhalten bleibt und die Spieler geschützt werden. Sollte der Ball seine normale Spielbeschaffenheit oder den Klang während des Spiels verlieren, ist das Spiel zu unterbrechen und der Ball auszuwechseln. Geschieht dies während laufendem Spiel, lässt der Schiedsrichter den neuen Ball an der Stelle hörbar fallen, wo der erste Ball zu Schaden kam.
Kommt der Ball außerhalb des Spiels zu Schaden, ist es durch einen Torabwurf, Freistoß, Strafstoß, Doppelstrafstoß oder eine Ecke wieder zu starten.
Bei offiziellen Spielen oder Turnieren der IBSA oder ihrer Mitgliedsorganisationen sind die offiziellen IBSA-Bälle zu benutzen.
siehe Erläuterung zur Beschaffenheit des Balls
siehe detaillierte Beschreibung zum Ball und Bezugsquellen
Das Spiel wird von 2 Mannschaften bestritten, von denen jede aus maximal 4 vollblinden (B1) Spielern und einem Torwart besteht, der sehend oder sehbehindert (B2 oder B3) sein kann.
Jede Mannschaft darf höchstens mit 13 Vertretern mit folgenden Funktionen angemeldet sein: 8 Spieler, 2 Torwarte, 1 Trainer, 1 Assistenztrainer, 1 Arzt oder Physiotherapeut.
Ein Auswechselspieler darf in jedem Spiel eingesetzt werden, das gemäß den Regeln eines offiziellen IBSA Wettbewerbs ausgetragen wird.
Die maximale Zahl der Auswechselspieler beträgt 5 (1 Torwart und vier Feldspieler).
Während des Spiels darf jede Mannschaft zu jeder Zeit eine unbegrenzte Anzahl von Auswechslungen vornehmen. Ein Spieler, der das Spiel durch Auswechselung verlassen hat, darf später wieder eingewechselt werden.
Es gelten folgende Bedingungen:
Ein Spieler darf nichts tragen, was für die anderen Spieler eine Gefahr darstellt.
Die übliche Ausrüstung eines Spielers besteht aus einem Hemd, einer kurzen Hose, Strümpfen, Schienbeinschützern und Fußbekleidung. Was die Fußbekleidung betrifft, dürfen nur Segeltuch- oder weiche Ledersportschuhe mit Gummisohlen getragen werden. Das Tragen von Fußbekleidung ist obligatorisch.
Die Schienbeinschützer müssen von den Strümpfen vollständig bedeckt sein und aus einem geeigneten Material bestehen, das einen angemessenen Schutz bietet. (Gummi, Plastik, Polyurethan (PUR) oder ähnliche Materialien)
Die Hemden der Spieler müssen auf dem Rücken nummeriert sein, so dass jeder Spieler einer Mannschaft eine unterschiedliche Nummer trägt. Bei internationalen Turnieren ist auch vorne eine Nummer zu tragen, die kleiner sein darf als hinten.
Der Torwart darf eine lange Hose (Trainingshose) tragen und muss sich in der Farbe der Sportkleidung von den anderen Spielern und von den Schiedsrichtern unterscheiden.
Die Feldspieler tragen auf beiden Augen Pflaster (für Spieler mit Glasaugen ist dies nicht obligatorisch). Darüber tragen sie eine vorn und seitlich deckende Augenbinde, die durch das Organisationskomitee übergeben und durch den technischen Beauftragten der IBSA überprüft wird.
Es soll keine Erlaubnis für den Gebrauch von Protektoren erteilt werden, die aus Sicht des Schiedsrichters eine körperliche Gefahr für die anderen Spieler darstellen.
Jeder Spieler, der sich nicht an diese Regeln hält, wird aufgefordert, das Spielfeld zu verlassen, um seine Ausrüstung in Ordnung zu bringen oder seine Ausrüstung mit dem fehlenden Teil zu ergänzen. Er darf erst dann auf das Spielfeld zurückkehren, wenn er sich bei einem der Schiedsrichter gemeldet hat, welcher prüfen muss, ob die Ausrüstung nun in Ordnung ist. Der Spieler darf nur auf das Spielfeld zurückkehren, wenn der Ball nicht im Spiel ist.
Der Schiedsrichter hat die volle Autorität, die Spielregeln für das Spiel durchzusetzen, für das er bestimmt ist. Diese beginnt von dem Augenblick an, in dem er das Areal betritt, auf dem sich das Spielfeld befindet und endet, wenn er es verlässt. Während des Spiels erstrecken sich seine Befugnisse zu sanktionieren bis hin zu den Verstößen, die während einer zeitweiligen Unterbrechung des Spiels und zu einem Zeitpunkt begangen werden, wenn der Ball nicht im Spiel ist. Ihre Entscheidungen über Tatsachen, die mit dem Spiel zusammenhängen, sind endgültig, insoweit sie das Ergebnis des Spiels betreffen.
Der Hauptschiedsrichter muss alle
FIFA-Futsallregeln, die IBSA-Anpassungen 3 und die Regeln gemäß Anhang Nr. II befolgen und durchführen. Zusätzlich ist er verpflichtet, mit Hilfe des Lautsprechers für Ruhe im Publikum zu sorgen, damit die Partie korrekt und sicher gespielt werden kann.
Jeder Schiedsrichter muss die obligatorische Uniform, bestehend aus Hemd, Hose und Sportschuhen tragen, die ihn deutlich von den Spielern unterscheidet.
Der Schiedsrichter hat
Defensives Drittel (Torwart)
Zentrales Drittel (Trainer)
Offensives Drittel (Rufer)
Es darf ein Schiedsrichter-Assistent bestimmt werden, der sich auf der Gegenseite des Hauptschiedsrichters bewegen soll. Der Schiedsrichter-Assistent hat die gleichen Befugnisse wie der Hauptschiedsrichter,, insbesondere:
Der Schiedsrichter-Assistent muss alle FIFA-Futsalregeln und die IBSA-Anpassungen befolgen. Zusätzlich ist er verpflichtet, mit Hilfe des Lautsprechers für Ruhe im Publikum zu sorgen, damit die Partie korrekt und sicher gespielt werden kann.
Falls das Spiel ohne einen Zeitnehmer gespielt wird, soll er mit der Überwachung der Einhaltung der Fünfminutenstrafen nach Ausschluss eines Spielers betraut werden.
Der Schiedsrichter-Assistent soll die Bereiche überprüfen, die für die Rufer reserviert sind
Er hat die Auszeiten zu überwachen.
Bei ungehöriger Einmischung seitens des Schiedsrichter-Assistenten, hat ihn der Hauptschiedsrichter seines Amtes zu entheben und alles Notwendige für seine Auswechslung zu veranlassen. Ein solcher Fall ist dem zuständigen Verband zu melden.
Bei internationalen Wettbewerben ist der Einsatz eines Schiedsrichter-Assistenten obligatorisch.
Es darf ein Zeitnehmer ernannt werden, der außerhalb des Spielfeldes auf der gleichen Seite wie die Auswechselzone an der Mittellinie positioniert sein soll. Der Zeitnehmer muss alle FIFA-Futsalregeln und die IBSA-Anpassungen befolgen. Zusätzlich ist er verpflichtet, mit Hilfe der Lautsprecheranlage für Ruhe im Publikum zu sorgen, damit die Partie korrekt und sicher gespielt werden kann.
Der Zeitnehmer soll eine angemessene Stoppuhr und die notwendige Ausrüstung erhalten, um die Kumulierung der Fouls zu überprüfen. Diese soll durch den Verband oder den Club, auf dessen Spielfeld das Spiel stattfindet, gestellt werden.
Seine Aufgabe soll sein:
Ein dritter Schiedsrichter soll:
Bei ungehöriger Einmischung seitens des dritten Schiedsrichters, hat ihn der Hauptschiedsrichter seines Amtes zu entheben und alles Notwendige für seine Auswechslung zu veranlassen. Ein solcher Fall ist dem zuständigen Verband zu melden.
Das Spiel besteht aus zwei Halbzeiten von je 25 Minuten Dauer, die mit einer Stoppuhr gemessen werden. Die Zeitmessung liegt in der Verantwortlichkeit des Zeitnehmers, dessen Pflichten in Regel VII festgehalten sind. Die Dauer jeder Spielzeithälfte ist zu verlängern, um einen Strafstoß oder 8-Meter-Freistoß auszuführen.
Die Mannschaften haben die Möglichkeit, um eine Auszeit von einer Minute pro Halbzeit zu ersuchen. Dabei müssen folgende Bestimmungen beachtet werden:
Die Halbzeitpause darf 10 Minuten nicht überschreiten.
Sollte kein Zeitnehmer zur Verfügung stehen, hat der Schiedsrichter-Assistent oder Schiedsrichter seine Funktion einzunehmen (Regel 8.2).
Zu Beginn des Spiels (Anstoß) wird die Wahl der Seiten und des Anstoßes durch den Wurf einer Münze entschieden. Die Mannschaft, die beim Münzwurf gewinnt, wählt die Seite aus. Die andere Mannschaft hat den Anstoß. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft den ANstoß, die beim Münzwurf gewonnen hat.
Die Ersatzbank jeder Mannschaft steht dem jeweils eigenen Tor am nächsten.
In der zweiten Halbzeit werden die Seiten gewechselt.
Der Anstoß ist die Art und Weise zum Beginn oder Fortsetzen des Spiels:
Ein Tor kann auch direkt mit dem Anstoß erzielt werden.
Auf ein Zeichen des Schiedsrichters beginnt das Spiel mit einem Anstoß, das heißt mit einem Stoß mit dem Fuß gegen einen auf dem Anstoßpunkt ruhenden Ball in Richtung der gegnerischen Seite. Alle Spieler müssen sich in ihrer eigenen Hälfte aufhalten und die Gegenspieler der anstoßenden Mannschaft müssen außerhalb des 3-Meter-Kreises in der Mitte des Spielfeldes bleiben, bis der Ball im Spiel ist. Der Ball wird erst als im Spiel befindlich betrachtet, wenn er geschossen ist und sich vorwärts bewegt.
Der ausführende Spieler darf den Ball nicht ein zweites Mal spielen, bevor dieser von einem anderen Spieler gespielt oder berührt worden ist.
Nach einem Tor wird das Spiel wie oben beschrieben wieder aufgenommen. Der Anstoß wird dann von einem Gegenspieler der Mannschaft, die das Tor erzielt hat, ausgeführt.
Im Falle eines Verstoßes gegen die Punkte 1,2, und 3 dieser Regel, ist der Anstoß zu wiederholen, ausgenommen der Spieler, der den Anstoß ausgeführt hat, spielt den Ball ein zweites Mal bevor dieser von einem anderen Spieler berührt oder gespielt wurde. In diesem Fall muss der gegnerischen Mannschaft ein indirekter Freistoß an der Stelle gewährt werden, wo der Verstoß begangen wurde. Ausnahme: Wurde der Verstoß innerhalb des Strafraums der gegnerischen Mannschaft begangen, wird in diesem Fall der Freistoß von dem Punkt auf der 6-Meter-Linie ausgeführt, welcher der Stelle des Regelverstoßes am nächsten liegt.
Wenn das Spiel aus Gründen, die nicht in den Spielregeln aufgeführt sind, zeitweilig unterbrochen werden musste, und der Ball nicht unmittelbar vor der Unterbrechung die Seiten- oder Torlinie überquert hat, ist das Spiel dadurch wieder aufzunehmen, dass einer der Schiedsrichter einen Ball auf den Punkt fallen lässt, wo sich der Ball vor der Unterbrechung befand. Ausgenommen sind dabei die Fälle, in denen sich der Ball im Strafraum befand, da dann wird der "Schiedsrichterball" auf dem Punkt der 6-Meter-Linie ausgeführt werden muss, welcher der Stelle am nächsten liegt, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung befand.
Der Ball befindet sich von dem Moment an im Spiel, an dem er den Boden berührt.
Der Schiedsrichterball wird wiederholt, wenn der Ball nachdem er den Boden berührt hat, die Seiten- oder Torlinien überquert, ohne vorher von einem Spieler berührt worden zu sein. Wird der Ball von einem Spieler berührt, bevor er auf dem Boden auftraf, wird der Schiedsrichterball ebenfalls wiederholt.
Der Ball ist aus dem Spiel, wenn:
Der Ball ist in allen anderen Fällen vom Spielanfang bis zum Spielende im Spiel, auch:
Abgesehen von den Ausnahmen, die in diesen Regeln erläutert werden, wird ein Tor gültig erzielt, wenn der Ball die Torlinie zwischen den Torpfosten und unterhalb der Querlatte vollständig überquert hat, solange er nicht getragen, geworfen oder absichtlich mit der Hand oder dem Arm eines Spielers der angreifenden Mannschaft geschlagen wurde. Die Mannschaft, die während des Spiels die meisten Tore erzielt, hat gewonnen. Wenn keine Tore erzielt wurden oder beide Mannschaften die gleiche Anzahl von Toren erzielt haben, gilt das Spiel als unentschieden.
Für einzelne Turniere können Verfahren entschieden werden, auch bei Gleichstand einen Gewinner zu ermitteln, z. B. durch Verlängerung o. ä.
Ein Spieler ist zu disqualifizieren, wenn er im Laufe des Spiels fünf persönliche Fouls begeht. Er muss das Spielfeld verlassen und darf direkt durch einen anderen Spieler ersetzt werden. Er selbst darf aber nicht wieder auf das Spielfeld zurückkehren.
Die folgenden Handlungen eines Spielers werden mit einem direkten Freistoß der gegnerischen Mannschaft bestraft:
Direkte Freistöße werden von dem Punkt ausgeführt, wo das Foul geschah.
Ein Strafstoß wird gegen eine Mannschaft verhängt, wenn sie eine der o.g. Regelwidrigkeiten im eigenen Strafraum begeht, während der Ball im Spiel ist, aber unabhängig davon, wo sich der Ball gerade befindet.
Das Eingreifen des Torwarts in das Spiel außerhalb des Torwartraums wird mit einem Strafstoß bestraft.
Ein indirekter Freistoß ist bei den folgenden Regelverstößen zu gewähren:
Ein indirekter Freistoß ist von der Stelle aus zu gewähren, wo einer der folgenden Regelverstöße geschah:
Der Ballbesitz ist der benachteiligten Mannschaft durch einen indirekten Freistoß von dem Punkt zu gewähren, wo der Verstoß stattgefunden hat. Wenn sich der Punkt in dem Strafraum der Mannschaft befindet, die den Verstoß begangen hat, wird der indirekte Freistoß vom Strafraumrand ausgeführt, so nah wie möglich an der Stelle, wo das Foul stattgefunden hat.
Wenn der Torwart den Ball so abgibt, dass er in der eigenen Hälfte nicht den Boden berührt, ist der gegnerischen Mannschaft der Ballbesitz durch einen indirekten Freistoß auf einem beliebigen Punkt auf der Mittellinie zu gewähren.
Bei folgenden Verstößen ist die Gelbe Karte zu zeigen:
Bei den o.g. Verstößen ist außerdem ein indirekter Freistoß von dem Punkt zu gewähren, wo der Verstoß geschah, bzw. bei Verstößen im Strafraum vom Rand des Strafraums, der dem Punkt am nächsten ist, wo sich der Ball zum Zeitpunkt der Spielunterbrechung befand.
Ein Spieler ist des Feldes zu verweisen (Rote Karte) bei folgenden Verstößen:
Bei den o.g. Verstößen ist außerdem ein indirekter Freistoß von dem Punkt zu gewähren, wo der Verstoß geschah, bzw. bei Verstößen im Strafraum vom Rand des Strafraums an der Stelle, die dem Punkt am nächsten ist, wo sich der Ball zum Zeitpunkt der Spielunterbrechung befand.
Im Falle eines Verweises, darf der betroffene Spieler nicht mehr in das laufende Spiel zurückkehren und auch nicht auf der Auswechselbank Platz nehmen. Seine Mannschaft darf fünf Minuten nach dem Verweis vervollständigt werden, außer wenn vor Ablauf der fünf Minuten ein Tor erzielt wird. In diesem Fall muss das Folgende berücksichtigt werden:
Die Überwachung des Zeitraums von fünf Minuten übernimmt der Zeitnehmer oder für den Fall, dass das Spiel ohne einen Zeitnehmer gespielt wird, der Schiedsrichter-Assistent. Der Spieler, der den des Feldes verwiesenden Spieler ersetzt, muss die Erlaubnis des Schiedsrichters erhalten und darf nur auf das Spielfeld kommen, wenn der Ball nicht im Spiel ist.
Ein indirekter Freistoß ist zu gewähren und ein kumuliertes Foul zu werten, wenn ein Offizieller, Rufer, Trainer oder Auswechselspieler eines Teams einen der folgenden Verstöße begeht:
Freistöße können direkt oder indirekt sein. Bei beiden muss der Ball vor der Ausführung still liegen. Der Ausführende Spieler darf nach dem Freistoß den Ball erst wieder berühren, wenn dieser vorher einen anderen Spieler berührt hat.
Bei den Freistößen, die für die ersten drei kumulierten Fouls von jeder Mannschaft für jede Halbzeit einzeln gerechnet ausgesprochen werden,
Ab dem vierten kumulierten Foul für jede Halbzeit einzeln gerechnet unabhängig davon, ob es sich um ein persönliches oder kumuliertes handelt,
Für jeden Verstoß gegen diese Regel, der durch einen Spieler der verteidigenden Mannschaft begangen wurde,
Für jeden Verstoß gegen diese Regel, der durch einen Spieler der ausführenden Mannschaft begangen wurde,
Für jeden Verstoß gegen diese Regel, der durch den ausführenden Spieler begangen wurde, nachdem der Ball im Spiel ist, wird der gegnerischen Mannschaft ein Freistoß gewährt, der von der Stelle ausgeführt wird, an der sich der Verstoß ereignet hat. Hat er sich im Strafraum ereignet, wird der indirekte Freistoß von dem Punkt auf dem Strafraumrand aus ausgeführt der dieser Stelle am nächsten ist.
Ein Strafstoß wird für alle Verstöße gewährt, die mit einem direkten Freistoß bei kumulierten oder persönlichen Fouls geahndet werden, wenn der Verstoß sich im Strafraum der gegnerischen Mannschaft ereignet hat und der Ball im Spiel war. Durch einen Strafstoß kann direkt ein Tor erzielt werden. Für die Ausführung eines Strafstoßes am Ende der Halbzeiten oder der Nachspielzeiten ist Nachspielzeit einzuräumen.
Ein Strafstoß ist von der Strafstoßmarke auszuführen.
Vor Ausführung des Strafstoßes müssen alle Spieler mit Ausnahme des verteidigenden Torwarts und des Freistoß ausführenden Spielers, der ordnungsgemäß identifiziert worden ist, auf dem Spielfeld, aber außerhalb des Strafraums in einem Abstand von mindestens 5 m von der Strafstoßmarke entfernt bleiben. Der verteidigende Torwart muss auf seiner eigenen Torlinie zwischen den Torpfosten bleiben und darf seine Füße erst bewegen, wenn der Ball im Spiel ist.
Der ausführende Spieler muss den Ball mit dem Fuß nach vorne stoßen und darf den Ball erst wieder spielen, nachdem ein anderer Spieler den Ball berührt oder gespielt hat. Der Ball ist im Spiel, sobald er geschossen wurde und sich bewegt.
Ein Strafstoß während des laufenden Spiels oder in der für seine Ausführung oder Wiederholung verlängerten Spielzeit gilt auch dann als verwandelt, wenn der Ball, bevor er die Torlinie zwischen den Pfosten und unterhalb der Querlatte überschritten hat, einen oder beide Pfosten und/oder die Querlatte und/oder den Torwart berührt hat.
Strafbestimmungen
Für jeden Verstoß gegen diese Regel, der durch einen Spieler der verteidigenden Mannschaft begangen wurde,
Für jeden Verstoß gegen diese Regel, der durch einen Spieler der ausführenden Mannschaft begangen wurde,
Für jeden Verstoß gegen diese Regel, der durch den ausführenden Spieler begangen wurde, nachdem der Ball im Spiel ist, wird der gegnerischen Mannschaft ein Freistoß gewährt, der von der Stelle ausgeführt wird, an der sich der Verstoß ereignet hat. Hat er sich im Strafraum ereignet, wird der indirekte Freistoß von dem Punkt auf dem Strafraumrand aus ausgeführt der dieser Stelle am nächsten ist.
Der Einschuss (früher Einwurf) ist eine Form, das Spiel wieder zu starten. Durch einen Einschuss kann nicht direkt ein Tor erzielt werden.
Ein Einschuss wird gewährt,
Der Ball
Vorgehen:
Strafbestimmungen
Ein indirekter Freistoß ist der gegnerischen Mannschaft zu gewähren, wenn der Spieler, der den Einschuss ausführt, den Ball erneut spielt, bevor dieser von einem anderen Spieler berührt wurde. Der indirekte Freistoß ist von dem Punkt zu gewähren, wo der Verstoß geschah. Geschah er im Strafraum, so ist der indirekte Freistoß von dem Punkt auf dem Strafraumrand auszuführen, der der Stelle am nächsten ist, wo sich der Ball zum Zeitpunkt des Verstoßes befand.
Der Einschuss wird von einem Spieler der gegnerischen Mannschaft wiederholt,
Der Torabwurf ist eine Methode, das Spiel wieder zu starten. Er wird vom Torwart innerhalb seines Torwartraums ausgeführt. Durch einen Torabwurf kann nicht direkt ein Tor erzielt werden.
Ein Torabwurf ist auszuführen, wenn der Ball die Torauslinie in der Luft oder auf dem Boden komplett überquert hat, ohne dass ein Tor erzielt wurde, und davor zuletzt von einem Spieler der angreifenden Mannschaft berührt wurde.
Ausführung:
Wenn ein Mitspieler den Ball zum Torwart zurückgibt darf dieser ihn nur mit dem Fuß schießen. Es handelt sich dann also nicht um einen Torabwurf.
Strafbestimmungen:
Der Eckstoß ist eine Methode, das Spiel wieder zu starten. Durch einen Eckstoß kann direkt ein Tor erzielt werden, aber nur gegen die verteidigende Mannschaft.
Ein Eckstoß wird gewährt, wenn der Ball - zuletzt von einem Spieler der verteidigenden Mannschaft berührt - die Torlinie auf dem Boden oder in der Luft komplett überquert, ohne dass ein Tor erzielt wird
Ausführung:
Strafbestimmungen
Der gegnerischen Mannschaft ist ein indirekter Freistoß zu gewähren,
Die Ausführung von Schüssen von der Strafstoßmarke wird bei Gleichstand zur Ermittlung des Gewinners genutzt, wenn die jeweiligen Turnierregeln dies vorsehen.
Ausführung:
Alle Internationalen Meisterschaften müssen von der IBSA beaufsichtigt und genehmigt werden.
1 Betrieb der Lautsprecher und der Tonanlage
1.1 Die Anlage muss in der Nähe des Kontrolltisches aufgestellt sein und dient der ständigen Information über alle Spielunterbrechungen, Vorfälle, Situationen oder Änderungen, die während des Spiels stattfinden, genauso wie der Bekanntgabe der Entscheidungen der Schiedsrichter und alles andere, was den Verlauf des Spiels betrifft.
1.2 Die Anlage soll die Möglichkeit bieten, das Publikum auf Geheiß der Schiedsrichter um Ruhe zu bitten.
2 Das Spielfeld
Alle Spielfelder müssen eine Sicherheitszone von nicht weniger als 3 Metern Breite direkt um die vier Seiten des Spielfeldes herum haben. Es dürfen hier keine baulichen oder strukturellen Hindernisse im Weg sein. Wo der Abstand geringer als vorgeschrieben ist, müssen die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, um die Spieler zu schützen.
3 Die Aufgaben der Rufer
Die Aufgaben der Rufer müssen in einer diskreten und verantwortungsvollen Art und Weise ausgeführt werden, ohne dass sie sich negativ auf die Leistung der Spieler auswirken.
3.1 Der Trainer soll auf der Auswechselbank seiner Mannschaft Platz nehmen. Von dieser Position aus kann er seinen Spielern Weisungen geben. Der für diesen Zweck vorgesehene - am besten geeignete - Bereich ist das Zentrale Drittel des Spielfeldes.
3.2 Der Rufer hinter dem Tor soll hinter dem gegnerischen Tor bleiben, um die angreifenden Spieler seiner Mannschaft zu leiten. Der für diesen Zweck vorgesehene - am besten geeignete - Bereich ist das letzte Drittel des Spielfeldes entsprechend dem Tor, welches sie angreifen. Er muss immer seine Aufgabe erfüllen, ohne das Spielfeld zu betreten und ist unter keinen Umständen ermächtigt, den Schiedsrichter anzusprechen, um gegen seine Entscheidungen zu protestieren. Er darf in einer hörbaren Weise die Position der Torpfosten vor einem Schuss angeben, wenn der Ball ruht.
3.3 Der Torwart soll seine Mannschaft in dem ersten Drittel des Spielfeldes, welches seiner Abwehr entspricht, leiten. Nach Belieben der Schiedsrichter darf er wann immer der Ball ruht, seine Kollegen führen und orientieren, wenn Freistöße, Strafstöße oder Doppelstrafstöße ausgeführt werden, genauso wie die Mauer organisieren und die Spieler positionieren, wenn ein Schuss auf sein Tor ausgeführt wird. Seine Aufgaben beschränken sich aber nur auf sein (defensives) Drittel.
4 Die Schiedsrichter
Die Hauptaufgabe der Schiedsrichter ist, den teilnehmenden Mannschaften die Möglichkeit zu geben, einen ansehnlichen Blindenfußball zu spielen und von den Spielern die Beachtung der Regeln zu verlangen.
Die für offizielle IBSA-Turniere und die Regelauslegung zuständigen Schiedsrichter müssen der Gruppe der internationalen IBSA-Schiedsrichter angehören.
5 Bestrafungen
Der Gebrauch von besonderen Karten - Gelb (Verwarnung) und Rot (Platzverweis) - hat sich als eine unbestreitbar wirksame Präventivmaßnahme auf den Sportplätzen erwiesen, basierend auf der Voraussetzung individuelle Gewalttätigkeit und Gewalttätigkeit im Team zu verhindern.
Der Übersetzung liegen die offiziellen Regeln der IBSA in spanischer und englischer Sprache zu Grunde, sowie eine deutsche Übersetzung von Silke Schetter der vorher geltenden Regelfassung.
Die Vervielfältigung oder Verbreitung dieser Regeln ohne Erlaubnis des Übersetzers ist nicht gestattet.
Reiner Delgado (Übersetzer)