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Beim Tischball oder Showdown oder Blindentischtennis stehen sich die beiden Beteiligten an der kurzen Seite einer ca. 1,2 m x 3,6 m großen Platte gegenüber, die von einer 14 cm hohen Bande umgeben ist. Jeder Spieler verteidigt sein Tor - eine halbkreisförmige Mulde in der Platte an der kurzen Seite - und versucht, den Ball in das Tor des Gegners zu befördern, wofür es 2 Punkte gibt.
Wie beim Tischtennis dient ein Schläger zum Aufhalten des ankommenden Balles und zum kraftvollen zurückspielen. Der rechteckige Schläger hat eine Größe von 25 x 9 cm und einer Grifflänge von 13 cm.
Der gut hörbare, rasselnde Ball mit einem Durchmesser von 6 cm darf die Platte nicht verlassen. Trifft er die in der Mitte ca. 20 cm über der Platte stehende Trennwand oder wird er über die Bande geschlagen, dann gibt es einen Strafpunkt und das Spiel wird mit einem neuen Aufschlag fortgesetzt.
Beim Aufschlag muss der Ball erst einmal die Seitenbande in der eigenen Plattenhälfte berühren und dann in die gegnerische Hälfte rollen.
Showdown Germany
JUGEND der Europäischen Union, den
Kinder- und Jugendplan des Bundes und die
Aktion Mensch Während Tischball in anderen europäischen Ländern schon lange die Runde macht, war Blindentischtennis (international „Showdown“ genannt) in Deutschland bisher wenig bekannt. Um dies zu ändern, veranstalteten der DBSV und der Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein vom 21. bis 23. Mai 2009 die ersten Berliner Tischballtage mit Workshop und Turnier. Unterstützt wurde das Event von der Aktion Mensch und der Deutsche Bank Stiftung. Über 20 Teilnehmer konnten in der Blindenschule Berlin-Steglitz drei Tage lang die Bälle rollen lassen.
Zwei erfahrene Tischball-Spieler aus Tilburg in den Niederlanden erklärten die Regeln und zeigten Tricks und Kniffe. Anschließend feilten die Teilnehmer an ihrer Technik und übten mit viel Elan Abwehrhaltung und präzise Aufschläge. Workshop-Highlight war dann der erste „Spree-Showdown-Cup“, bei dem sowohl erfahrene Spieler als auch komplette Neulinge antraten. In der Gruppe der Besten setzte sich Reinhard Winkelgrund aus Cottbus gegen Detlef Vulprecht aus Berlin durch. Das B-Finale gewann die Berlinerin Andrea Vulprecht gegen Matthias Hübner. Aber auch die neuen Spieler aus Soest, Dresden, Stuttgart, Berlin, Dortmund und Nordhorn zeigten Kampfgeist und Spielfreude. Weiter geübt wird nun zu Hause, wo viele der Teilnehmer einen Spielbetrieb aufbauen wollen.
(Text von Thorsten Wolf)