Bilder

Zur Empfehlung

Fotos oder Illustrationen sollen gut erkennbar und in ihrer Aussage eindeutig sein. Deutliche Helligkeits- und Farbkontraste zwischen Vorder- und Hintergrund erleichtern die Erkennbarkeit. vgl. Klartext
Barrierefreie Gestaltung von schriftlichen Informationen
DBSV, 2008

Ein junger Mann steht in einem Büro. Im Hintergrund steht ein Schreibtisch mit einem Monitor und Regal mit vielen Aktenordnern.

Ein problematisches Bild, bei dem der Gesamtkontrast sehr schwach ist. Der Bildvordergrund (Person) ist dunkler als der Bildhintergrund. Darüber hinaus ist der Bildhintergrund relativ unruhig. Wichtiger Bildinhalt (Person) und unwichtiger Bildinhalt (Hintergrund) lassen sich nicht gut auseinanderhalten.

Gleicher Bildinhalt wie im ersten Bild: Ein junger Mann steht in einem Büro. Im Hintergrund steht ein Schreibtisch mit einem Monitor und Regal mit vielen Aktenordnern.

Das Ausgangsbild wurde mit Hilfe von Farbkorrekturen und Retuschearbeiten optimiert. Der Hintergrund wurde etwas abgedunkelt, die Person im Vordergrund aufgehellt. Der Kontrast wurde über das gesamte Bild erhöht. Die Person hebt sich nun deutlicher vom Hintergrund ab.

Gleicher Bildinhalt wie im ersten Bild: Ein junger Mann steht in einem Büro. Im Hintergrund steht ein Schreibtisch mit einem Monitor und Regal mit vielen Aktenordnern.

Durch weitere Abdunkelung und Unscharfzeichnung des Hintergrundes ist die Person nun noch deutlicher zu erkennen.

Gleicher Bildinhalt wie im ersten Bild: Ein junger Mann steht in einem Büro. Im Hintergrund steht ein Schreibtisch mit einem Monitor und Regal mit vielen Aktenordnern.

Sofern die Bildaussage es zulässt, können Bildobjekte auch ganz freigestellt und ohne Hintergrund dargestellt werden.

In digitalen Medien sollen Bilder und Grafiken immer mit bildbeschreibenden Alternativtexten versehen werden, damit Bildinhalte durch Screenreader oder andere assistive Technologien auch Menschen vermittelt werden können, die den Bildinhalt nicht erkennen. vgl.

Europäische Blindenunion http://www.euroblind.org/resources/guidelines/brochure-translations/nr/436#How_do_blind_and_partially_sighted_people_read, 2013
Web Content Accessibility ­Guidelines (WCAG) 2.0 W3C Recommendation 11 December 2008, www.w3.org
www.w3.org/Translations/WCAG20-de/

Auf unruhigen Bildhintergründen sollen grundsätzlich keine Texte stehen.

Der Einsatz von Icons oder Piktogrammen kann die Kommunikation unterstützen und ggf. textliche Hinweise ersetzen. Für ein zweifelsfreies Verständnis ist auf eindeutige und prägnante Gestaltung zu achten. Auf Bildbestandteile, die für die Erkennbarkeit unwichtig sind, wird besser verzichtet. Flächige Umsetzungen von Icons wurden als leichter erkennbar bewertet als lineare.

Zwei Bildzeichen zeigen jeweils einen Fotoapparat: links mit Konturlinien dargestellt, rechts in Flächen umgesetzt.

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