Zeichenbezogene Faktoren

Zur Empfehlung

Strichstärke

Die Stärke der Grundstriche (Linienstärke) bestimmt die Schriftstärke, die z. B. als mager (thin) oder fett (bold) bezeichnet wird. Diese Bezeichnungen werden jedoch je nach Font sehr uneinheitlich verwendet. Für Lesetexte dürfen diese weder zu fein sein, damit ausreichender Kontrast zum Untergrund gewährleistet ist, noch zu fett, da sonst die Punzen in den Buchstaben zu klein werden.

Grundsätzlich geeignet für Lesetexte sind Stärken der Grundstriche zwischen 10 % und 20 % der Mittellänge, für Konsultationstext 13 % bis 20 %. vgl.

DIN 1450
Schriften – Leserlichkeit
Ausgabe April 2013

Die Grafik zeigt den Buchstaben n auf einem Quadratraster. Die Grundstriche haben die Höhe von fünf Feldern und annähernd die Breite eines Feldes. Damit beträgt die Strichstärke etwa 20 % der Mittellänge.
(Abbildung nach einer ähnlichen Vorlage von Jan Filek 2013)

Für Signalisationstexte werden Stärken der Grundstriche von 17 % bis 20 % und Stärken der Haarstriche nicht unter 12 % der Mittellänge empfohlen. DIN 1450
Schriften – Leserlichkeit
Ausgabe April 2013
Das entspricht Groteskschriften mit niedrigem Strichstärkenkontrast der Schriftstärken Normal bzw. Regular. Für Menschen mit Seheinschränkungen gelten diese Empfehlungen auch für Lese- und Konsultationstext.

Zeichenbezogene Empfehlungen
Strichstärke