Sie sind hier:Startseite >Ratgeber >Betroffenengruppen >Jugendliche >braille seasons > Archiv braille seasons
Mit „Rubinrot – Liebe geht durch alle Zeiten“ von Kerstin Gier ist die Wahl für das Sommerbuch auf einen Bestseller gefallen. Es ist ein Kreuz, in einer Familie mit jeder Menge Geheimnissen zu leben, denkt die 16-jährige Gwendolyn. Bis sie sich urplötzlich im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das größte Geheimnis ihrer Familie ist. Was macht man in der Vergangenheit mit nichts als dem Wissen, dass das Pferd seines Urururururgroßvaters Fat Annie hieß? Richtig, man bewahrt Ruhe. Das zumindest versucht Gwendolyn, als sie erfährt, dass sie das Zeitreise-Gen geerbt hat und noch dazu auserwählt ist, mit dem arroganten Gideon die Vergangenheit in Ordnung zu bringen. Notgedrungen macht sich das ungleiche Paar auf in ein Abenteuer der besonderen Art. Ein zauberhaftes Buch voll spannender Erzählungen und facettenreicher Charaktere wie Gwendolyns Freundin Leslie, der wahren Heldin der Geschichte.
Aus dem Buch: „Wenn man nur wüsste, wann es wieder passiert“, sagte Leslie. „Ich finde das wirklich sehr ungerecht: Charlotte hat man die ganze Zeit darauf vorbereitet, aber du musst ins kalte Wasser springen.“ „Keine Ahnung, was Charlotte gemacht hätte, wenn sie an meiner Stelle gestern Nacht von diesem Mann verfolgt worden wäre, der in unserem Einbauschrank geschlafen hat“, sagte ich. „Ich glaube nicht, dass ihre Tanz- und Fechtstunden ihr in dieser Situation geholfen hätten. Und da war auch weit und breit kein Pferd, auf dem sie hätte davonpreschen können.“ Ich kicherte, weil ich mir Charlotte vorstellte, wie sie an meiner Stelle vor dem wilden Walter aus dem Schrank durch das Haus geflohen wäre. Vielleicht hätte sie sich einen Degen von der Wand im Salon gegriffen und damit ein Gemetzel unter den armen Dienstleuten angerichtet.
Kerstin Gier: Rubinrot – Liebe geht durch alle Zeiten
Blindenkurzschrift (5 Bände) Blindenvollschrift (7 Bände)
Preis: 20 Euro (zur Einführung im Juni), ab Juli: 29,90 Euro
Bestellungen bei der Schweizerischen Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte (SBS),
Tel.: 0041 / 43 / 333 32 32,
medienverlag
Passende Lektüre für jede Jahreszeit: Unter dem Motto „Braille Seasons“ präsentieren DBSV-Jugendclub und MediBraille viermal im Jahr ein Jugendbuch in Punktschrift. Das Frühlings-Buch „Die drei !!! – Jagd im Untergrund“ von Mira Sol verspricht spannende Abenteuer. Die drei Ausrufezeichen können ihr Glück kaum fassen: Sie nehmen an einem Theater-Festival in Berlin teil. Eine Woche Theater, Shoppen, Nachtleben – Hauptstadt-Feeling pur! Doch kaum sind sie in Berlin angekommen, haben sie schon ihren nächsten Fall: Die Bewohner eines alternativen Szene-Viertels sollen von einem skrupellosen Immobilien-Hai aus ihren Häusern vertrieben werden. Aber dann kommen Kim, Franziska und Marie einem ganz anderen Verbrechen auf die Spur und tauchen ein in die geheime Berliner Unterwelt.
Aus dem Buch: „Dicht an der Hauswand war ein Gitter in den Boden eingelassen. Ein Vorhängeschloss hing an den Metallverstrebungen. Kim beugte sich tiefer. Es war geöffnet! Ein Kribbeln durchfuhr ihren Magen. Im selben Moment spürte sie unter ihren Füßen das seltsame Vibrieren, das sie schon im Apartment wahrgenommen hatte. Nur war es hier viel stärker und von einem lauten Geräusch begleitet. Im Halbdunkel des Schachts konnte Kim Steinstufen erkennen. Sie schienen in ein absolutes, schwarzes Nichts zu führen. Kim lief ein Schauer über den Rücken, als sie sich vorstellte, wie eng es da unten sein musste. Gleichzeitig spürte sie die nagende Neugier und das Bedürfnis auszuprobieren, ob sie sich da hinunterwagen würde.“
Mira Sol: Die drei !!! – Jagd im Untergrund
Blindenkurzschrift (1 Band)
Blindenvollschrift (2 Bände)
Bestellungen beim BIT-Zentrum
Tel.: 089 / 559 88-136 oder -144
Das Winterbuch 2010 ist „Rom, zweite Klasse, einfach“ von Thomas Jeier.
Yvonne ist fünfzehn und das erste Mal richtig verliebt, in Timo. Doch wird ihr Glück überschattet von den Sorgen um ihre Schwester. Angie entfernt sich mehr und mehr von der Familie und verschwindet nächtelang. Als herauskommt, dass sie Drogen nimmt - vielleicht sogar Heroin -, versucht Yvonne alles, um ihre Schwester da rauszuholen. Eine Zerreißprobe für die Familie und am Ende scheint es für Angie nur noch eine Chance zu geben: ihrem Freund Luigi nach Italien zu folgen, nach Rom.
Aus dem Buch: „Wie zum Teufel, war es so weit gekommen? Ich hatte sie nie trinken sehen. Ein Glas, mal zwei und während einer Party auch mal einen über den Durst. Aber Sekt am frühen Morgen? Leere Schnapsflaschen im Schrank und unter der Matratze? Dafür gab es keine Entschuldigungen mehr. Angie war Alkoholikerin. Sie war in den Dunstkreis dieser verdammten Sandra geraten, trieb sich mit schrägen Typen rum, und wer wusste, was sie noch anstellte.“
Das Buch mit 287 Seiten (2 Bänden) ist unter folgenden Bestellnummern bei
Blindenschrift-Verlag und -Druckerei gGmbH "Pauline von Mallinckrodt"
Andreasstr. 20
33098 Paderborn
Tel. 05251 68888-0
info(at)pader-braille.de
Erhältlich.
Best.-Nr. 215021 (gebundene Ausgabe) 27,80 Euro
Best.-nr. 215022 (geheftete Ausgabe) 21,80 Euro
Der Herbst bringt lange Leseabende und in der Reihe braille seasons wird es daher nicht nur ein Buch geben, sondern gleich »Eine Reihe betrüblicher Ereignisse«. Die hiermit etwas eigenartig aber zutreffend beschriebenen einzelnen Abenteuer sind Teil einer außergewöhnlich aufregenden, kurzweiligen und spannenden US-amerikanischen Kinderbuchserie von Lemony Snicket.
Im Mittelpunkt stehen die drei besonderen Charaktere und Geschwister Violet, Klaus und Sunny Baudelaire. Sie haben ihre Eltern auf tragische Weise verloren. Da die drei nicht volljährig sind, werden sie diversen Vormündern anvertraut. Ein besonders schauerlicher Verwandter, Graf Olaf, hat jedoch alle Vormünder auf die eine oder andere fiese Art und Weise auf dem Gewissen – schließlich hat er es auf das Familienvermögen abgesehen, das den Geschwistern beim Erreichen der Volljährigkeit zufallen würde. Mit fortschreitender Handlung entdecken die Baudelaire-Geschwister dann so ei-nige bisher tief verborgene Familiengeheimnisse. Graf Olaf, die Familie Snicket und die einzelnen Vormünder spielen dabei natürlich eine entscheidende Rolle. Du wirst von der ersten Seite in die Welt der Abenteuer mitgenommen. »Wenn du gern Geschichten mit einem Happy End liest, solltest du lieber zu ei-nem anderen Buch greifen. In diesem gibt es kein Happy End, auch keinen glück-lichen Anfang und nur wenig erfreuliches mittendrin.« Mit viel Humor und Detailliebe gelingt es Snicket, seine Leser zu begeistern und in eine abenteuerliche Welt zu entführen. Spannung, Spaß und jede Menge Über-raschungen für junge Leser!
Erschienen sind insgesamt 13 Folgen jeweils in Voll- und Kurzschrift. Diese können als Einzelexemplar, aber eben auch als Reihe gelesen werde
Bestellungen bei der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB),
- Tel.: 03 41 / 7113-119,
Verkauf der DZB
Das Sommerbuch 2010 ist „Schließ die Augen und sag mir, was du siehst" von Lieneke Dijkzeul. Als Raaf in die Schule kommt, kann er die Schrift an der Tafel zunächst kaum noch und bald gar nicht mehr sehen. Ständig wird er in seinem Alltag mit seiner Sehverschlechterung konfrontiert. Auch seine Eltern, Lehrer und Freunde müssen lernen, mit dieser Situation umzugehen. Zunächst sind alle rücksichtsvoll. Gerade dadurch wird Raaf aber anders behandelt als die anderen Kinder, was ihm nicht gefällt. Er zieht sich immer mehr zurück und schwänzt die Schule. Schließlich möchte sein Vater ihn auf eine Schule speziell für blinde Kinder schicken. Raaf lehnt dies jedoch ab.
Aus dem Buch: Er tat, als würde er den Seufzer seiner Mutter nicht hören, als er sein Fahrrad aus dem Schuppen schob. Sie versuchte schon seit Wochen, ihm das Rad auszureden. Und seit Wochen gelang es ihr nicht. Mütter waren sturer als Esel. "Hast du alles?" Er rückte den Träger seines Rucksacks zurecht. "Klar." "Auch deine Brille?" "Ja-ha." Die Brille lag oben in seinem Zimmer, aber das würde sie erst nachher sehen, wenn sie es überprüfte. "Bis heute Mittag", sagte sie leise. "Tschüss." Er wusste, dass sie ihm bis zur Kurve nachschaute, wie sie es in all den Jahren getan hatte, auch als er es nicht mehr wollte. Wenn er gut gelaunt gewesen war, hatte er sich manchmal noch einmal umgeschaut und seine Hand grüßend gehoben, weil er wusste, dass sie sich darüber freute. Jetzt machte er absichtlich eine schlingernde Bewegung, lenkte bei und nahm die Kurve so eng, wie er sich traute.
Das Buch mit 116 Seiten ist bei der blista in Blindenkurzschrift auf Papier oder für Braille-Zeile unter der Bestellnummer 4611 für 21,50 Euro + Verpackungskosten zu erhalten. Bestellung bei Deutsche Blindenstudienanstalt,
Postfach 11 60, 35001 Marburg,
Tel.: 06421-6060, Mail
Das Frühlingsbuch 2010 ist «Kissing the Rain» von Kevin Brooks Mike, genannt Moo ist 15-jährig, sehr übergewichtig und wird von seinen Mitschülern gehänselt, verprügelt und verfolgt. Täglich begibt er sich zur Brücke, die über die Autobahn führt - seine Brücke - dorthin zieht er sich zurück, dort wird er in Ruhe gelassen und dort wird er zufällig Zeuge eines Unfalls auf der Autobahn und gerät dadurch zwischen die Fronten von Justiz und Verbrechen. Ein ganz spezielles und spannendes Jugendbuch im handlichen A4 Rucksackbuchformat Aus dem Buch: Das is der Moment, wo's passiert. Genau da. Der Anfang von allem ... Die WAHRHEIT. Okay - ich beobachte also die Rücklichter, die an dem Pfeiler vorbei rauschen und den Hügel runter verschwinden. Beobachte, beobachte, beobachte ... treib fort ... Hippnotisiert von der Spur der Lichter ... die sich bewegen ... schimmern ... zu einem verschmelzen ... wegbrechen ... verblassen ... ich beobachte ... beobachte ... mit geschlossenen Augen ... beobachte ... als - KA-WUMMM!! - 'n Vulkan in den Himmel spuckt, 'ne Fontäne in Blau, 'n Atompilz, und mein Blick springt hoch und scannt den schwarzen Horizont. Alles okay ... war nix - nur so'n Feuerwerkskörper. Doch jetzt bin ich wach ... jetzt bin ich wieder wachsam ... jetzt kann ich sehn. Ich seh 2 schnelle Wagen die südliche Spur lang auf mich zurasen. Und wenn ich sag schnell - huiii! -, dann mein ich echt schnell. Ich kann sie noch nich erkennen, sind vielleicht 800 Meter weg, das Einzige, was ich seh, sind 2 Paar grell leuchtende Scheinwerfer, ein Paar hinter dem andern, 4 glühende Augen, die wie verrückt die Aussenspur hochstochen. Das lohnt sich jetzt echt zu beobachten ... 400 Meter weit weg - direkt nach der Parkbucht - schwenkt der zweite Wagen, der hintere, auf die Überholspur, beschleunigt stark, zischt an dem andern vorbei, zieht wieder rüber und tritt in die Eisen - quiiiiiiietsch! Der andere Wagen kreischt und heult auf, rammt fast den vordern und dann schiessen sie beide wieder los. Hier kommen sie ... Hier sind wir ... Grosse Sache. Sie kommen jetzt ziemlich nah, nah genug, dass ich die Wagen erkenn. Der vorn issen hellblauer oder grauer BMW - wahrscheinlich 'n 328 -, der dahinter 'n schwarzer Geländewagen ... Discovery? Nee ... 'n Range Rover. So'n echt guter. Top-Version. Gross und schnell. Guck doch mal, wie der abzieht ... aufblendende Scheinwerfer, dröhnende Hupe, schwenkt raus neben den BMW ... und der BMW beschleunigt und setzt sich wieder davor ... da fährt der Range Rover zurück auf die Aussenspur, holt auf bis neben den BMW ... und fängt plötzlich an, ihn von der Strasse zu schieben. Jetzt guck dir das an! Berührt ihn mit der Schnauze, verlangsamt, drückt ... schiebt ihn von der Autobahn runter ... direkt vor meinen Augen. Ich kann alles sehn. Grosse Sache ... behindert den Fluss. Autos dahinter bremsen, bleiben zurück, geben den 2 Wahnsinnigen genug Raum und der Verkehr auf der nördlichen Fahrbahn bleibt auch zurück, die Fahrer bremsen, um die Sensation genau mitzukriegen, so nach dem Motto: Hey! Guck dir das an! Was issen da los? Guck ... guck dir das an! Und das is die Wahrheit - vergiss das nich. Das is die Wahrheit.
Kissing the Rain ist das Rucksackbuch Nr. 193 des SBS-Medienverlags,
Grubenstrasse 12, 8045 Zürich / Schweiz
Tel: 0041-43-3333232
Mail
Vollschrift 9 Bände, Kurzschrift 7 Bände
Preis bis Ende März 2010 20 € (ab April 2010 Ladenpreis 30,90 €)
Für Schulklassen gibt es auf Anfrage Rabatt.
Das Winterbuch 2009 heißt „Hinter verzauberten Fenstern - Eine geheimnisvolle Adventsgeschichte“ von der Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke.
"Warum hat mein blöder kleiner Bruder Olli den schönen Schokoladenadventskalender bekommen und ich nur diesen doofen Papieradventskalender, ärgert sich Julia. Doch das auf ihrem Kalender abgebildete Haus glitzert so silbrig und geheimnisvoll, dass Julia der Versuchung nicht widerstehen kann und das erste Fenster ihres Kalenderhauses öffnet. Da bemerkt sie, dass das Haus bewohnt ist und dass sie die Menschen, die darin leben, besuchen kann. Damit beginnt ein ganz ungewöhnliches Abenteuer ..."
Aber das Aufregendste, was sie entdeckte, waren die kleinen Flugmaschinen, die an dünnen Fäden von der Decke baumelten. Einige waren aus Pappe, andere aus Holz oder aus Metall. Manche waren nicht größer als Julias Spielzeugautos, und andere hatten Flügel, die so lang waren wie ihr Arm.
Unter der Lupe wurden sie so groß, dass Julia sogar kleine Knöpfe und Hebel erkennen konnte. Als ob man sie berühren könnte, dachte sie und stupste mit ihrem Finger gegen einen kleinen Propeller. Er begann sich zu drehen. Erschrocken zuckte Julia zurück und ließ die Lupe fallen. Als sie sich bückte, um sie aufzuheben, blickte sie auf einen bunt gemusterten Teppich. "Du meine Güte!", flüsterte sie und berührte ihre Zehen. Es waren eindeutig ihre Füße, die da auf dem fremden Teppich standen. Vorsichtig hob sie den Kopf und sah sich um. Da waren die vollgepackten Regale. Da in der Ecke stand der merkwürdige Globus. Und über ihrem Kopf hingen die wunderbaren Flugmaschinen. Eine schwebte sogar direkt vor ihrer Nase. Julia drehte sich um. Sie blickte durch ein offenes Fenster in ihr Zimmer. Oje!, dachte sie und begann, auf ihren Fingernägeln zu kauen. "Ich stecke in meinem eigenen Kalender!"
Das Buch "Hinter verzauberten Fenstern gibt es in Vollschrift (208 Seiten) oder in Kurzschrift (158 Seiten) im BIT-Zentrum München des BBSB e.V., Tel.: 089-55988-136, E-Mail: bit-bestellservice@bbsb.org. Das Buch hat die Best.-Nr.: P 14673 und kostet 19,00 Euro
Das Herbstbuch 2009 ist „Wolkenauge“ von Ricardo Gómez. Es erzählt die Geschichte des kleinen Indianerjungen Wolkenauge, der Anfang des 19. Jahrhunderts in Montana geboren wird. Zunächst sind seine Eltern sehr besorgt, denn ihr Kind ist blind. Er wird es einmal schwer haben – so denken sie - denn das Leben der Crow ist hart. Doch schnell zeigt sich, dass Wolkenauge ganz besondere Gaben hat: Er besitzt ein außergewöhnliches Gehör und er kann Tiere zähmen. Als die „Bleichgesichter“ in die Jagdgründe der Crow eindringen und viele Büffel töten, ist der Stamm in großer Gefahr. Die Indianer sind verzweifelt, doch als Wolkenauge von den seltsamen langbeinigen Tieren der weißen Eindringlinge hört, hat er eine Idee ... Dieses außergewöhnliche Kinder- und Jugendbuch beeindruckt durch die Darstellung der indianischen Lebenswelt, ihrer Riten und ihrer Mythologie. Gleichzeitig wird ein spannendes Abenteuer erzählt, von dem man sich schnell mitreißen lässt.
Aus dem Buch: Das Leben ging seinen Gang. Doch eines Nachmittags wurde die Ruhe der Prärie gestört. Einige Jäger hatten gerade einen Bison erlegt und zerteilten ihn mit ihren Messern, als sie in der Ferne mehrere Donnerschläge hörten. Die fünf Männer hoben den Blick zum Himmel, aber es war keine Wolke zu sehen. Auch Wolkenauge, der wusste, dass der Himmel strahlend blau war, hörte es aus der Entfernung und musste an die Geschichten aus alter Zeit denken, die von Sternen erzählten, die mit einem dumpfen Schlag zu Boden fallen. Aber er wusste, dass dieser Donner von der Erde kam und nicht vom Himmel. Und er ahnte, dass das kein gutes Vorzeichen war. Die Jäger waren neugierig, wo der Lärm wohl herkam, und dachten, dass vielleicht ein Blitz in der Nähe eingeschlagen hätte und Gefahr bestand, dass das Weideland in Brand geriet. Also ließen sie ihre Beute liegen und stiegen einen Abhang hinauf. Und was sie sahen, erfüllte sie mit Staunen ...
Das Buch gibt es in Vollschrift (Best.Nr. 213901) oder in Kurzschrift (Best.Nr. 213891) beim „Blindenschrift-Verlag und -Druckerei „Pauline von Mallinckrodt“, Andreasstraße 20, 33098 Paderborn, Tel. 05251/68888-0, info@pader-braille.de, Das Buch kostet in Kurzschrift gebunden 14,80 Euro und geheftet 11,80 Euro. In Vollschrift gebunden kostet es 22,80 Euro und geheftet 16,80 Euro.
Das Sommerbuch 2009 heißt „Die Märchen von Beedle dem Barden“ von Joanne K. Rowling geschrieben. Harry Potter ist verheiratet und Voldemort für immer besiegt. Was gibt es also noch zu sagen? In fünf schönen Märchen lässt uns Rowling tiefer in die Welt der Zauberei und dem alten leidigen Problem zwischen Zauberern und Muggeln hineinblicken. Was passiert, wenn man Zauberei nur für seine eigenen Zwecke einsetzt und nicht für andere? Kann man die Liebe eines anderen mit Zauberei erzwingen? Antworten auf solche Fragen geben die Märchen von Beedle dem Barden und Albus Dumbledore muss natürlich noch zu allem seinen Senf dazugeben.
Die junge Frau selbst war hingerissen und abgestoßen zugleich von dem Werben des Hexers. Sie spürte die Kälte, die hinter seinen warmen Schmeicheleien lag, und sie hatte noch nie einen so merkwürdigen und unnahbaren Mann getroffen. Ihre Verwandten hielten die beiden jedoch für ein vollkommenes Paar, und in ihrem Eifer, sie zu unterstützen, nahmen sie die Einladung des Hexers zu einem großen Fest zu Ehren der Jungfrau an. ... In einem abgeschlossenen Verlies in einem verzauberten Kristallkasten, befand sich das pochende Herz des Hexers. Seit langem schon von Augen, Ohren und Fingern abgetrennt, war es nie der Schönheit zum Opfer gefallen oder einer wohlklingenden Stimme oder der Empfindung von seidenweicher Haut. Die Jungfrau war entsetzt über seinen Anblick, denn das Herz war vertrocknet und mit langen schwarzen Haaren bedeckt. »Oh, was habt Ihr getan?«, klagte sie. »Steckt es dorthin zurück, wo es hingehört, ich flehe Euch an!«
Die Märchen von Beedle dem Barden gibt es bei der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig, Tel: 0341-7113-115, Mail: verlag@dzb.de zum Kauf: Bestellnr. Vollschrift 6443, Kurzschrift 6442 zum Ausleihen: Bestellnr. Vollschrift 14654, Kurzschrift 14655, Daisy 9052
Das Frühlingsbuch 2009 ist „Verdammter Dienstag“ von Jochen Till. Dieser kurze Jugendroman ist spannend, mitreißend und lustig zugleich. Die Geschichte beginnt mit Fabians wilden Träumen. Aber auch an diesem „verdammten Dienstag“ wird er abrupt von seiner Mutter geweckt. Der schreckliche Schulalltag wartet auf ihn mit all seinen Tücken. Man lacht und leidet mit dem Siebtklässler, der Schule hasst, eine seiner Klassenkameradinnen gerne näher kennenlernen würde und in den Pausen in Schlägereien mit älteren Jungen verwickelt wird.
Trockene Geschichtslehrer, nach Knoblauch stinkende Mathe- oder die Klasse langweilende und allein lassende Deutschlehrer kennt jeder. Auch „Schleimer“, Streber oder Schlägertypen sind wohl an fast jeder Schule zu finden.
„…Christina Aguilera. Ich fass es nicht. Sie steht direkt vor mir. So viel nackte Haut. Sie kommt auf mich zu. Sie tanzt mich an. Diese Bewegungen, diese ruckartig ausgeführten Stöße mit der Hüfte. Das ist zu viel…Sie lächelt mich an. Ihr Mund öffnet sich…Ich spüre ihre Hand, wie sie sich in meine Haare krallt ..."Steh auf!", höre ich sie sagen. Christina Aguilera spricht Deutsch? Das hätte ich jetzt nicht gedacht… Hey, Christina, da bist du ja wieder! Schön dich zu sehen. Wir wurden vorhin leider unterbrochen, tut mir Leid. Weißt du zufällig, was heute für ein Tag ist? Wie bitte, was hast du gesagt? Sag's noch mal, bitte. Ich habe das rein akustisch nicht ... "Fabian!", ruft Christina Aguilera, zieht eine riesige Trommel hinter ihrem Rücken hervor, hält sie mir ans Ohr und ballert..."
Wie es weitergeht steht im Buch, das in der blista mit nur 90 Seiten in Blindenschrift auf Papier gedruckt oder auch für die Braillezeile mit der Bestellnummer 4536 für 14,50 € + Verpackungskosten zu erhalten ist. Bestellung bei Deutsche Blindenstudienanstalt, Postfach 11 60, 35001 Marburg Tel.: 06421-6060, Mail: Bestellservice@blista.de