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Sie sind hier:Startseite >Ratgeber >Betroffenengruppen >Jugendliche >Freizeitberichte >Archiv der Freizeitberichte > respect our future - Jugendmesse der Aktion Mensch 12. - 14. Juni 2008
Den Kopf voller Ideen - so verließen die Besucher der dritten Jugendmesse "respect our future" den Landschaftspark Duisburg-Nord. Knapp 24.000 Jugendliche im Alter von 13 bis 20 Jahren lebten drei Tage lang - zeitweise trotz strömenden Regens - ihre kreativen Talente aus und setzten sich mit ihrer beruflichen Perspektive, ihrem Glauben oder dem Klimaschutz auseinander. "Die absolut friedliche Atmosphäre, in der sich die Jugendlichen hier drei Tage lang begegnet sind und dabei gemeinsam gestaltet, diskutiert und Musik gemacht haben, zeigt: das Konzept der Jugendmesse geht auf. Junge Leute wissen es zu schätzen, dass man sie nicht als potentielle Kunden anspricht. Sondern sie mit ihren Fähigkeiten, Zielen und Werten ernst nimmt", erklärt Heike Zirden von der Aktion Mensch.
Auch die knapp 100 Kooperationspartner von "respect our future" ziehen eine positive Bilanz: "Die Messe begeistert Jugendliche, ohne Ihnen dabei etwas verkaufen zu wollen", erklärt Klaus Wagner vom Caritasverband Duisburg.
"Dabei stellen wir fest, dass Ihnen Familie, Freundschaft, Liebe, Respekt und die eigene Zukunft wichtiger sind als immer nur der pure Spaß. Und Ihnen ist auch bewusst, dass sie selbst etwas tun können, um ihre Ziele und Wünsche in die Tat umzusetzen."
Viele Schulklassen, Familien und zahlreiche Jugendgruppen aus dem gesamten Ruhrgebiet und dem angrenzenden Rheinland erlebten das Messeprogramm vor der einmaligen Industriekulisse: In vier Hallen und dem großen Außengelände erwarteten die Besucher auf insgesamt über 15.000 Quadratmetern Mitmach-Aktionen wie ein Rauschbrillenparcours, Nachrichtenstudios, Sportschießen unter der Augenbinde, Bewerbungstraining, Blindenfußball, ein Punktschriftquiz oder Styling- und Ernährungsberatung. Außerdem fanden Musik-, Schauspielerei- und Tanzworkshops sowie zahlreiche Live-Konzerte mit Stars wie Panik, LaFee und Killerpilze statt. "respect ist einfach der Hammer", kommentiert der 17-jährige Hassan aus Mülheim seine Erlebnisse. "Ich fand Mode & Style am besten, weil ich mir dort eine Tasche schneidern konnte", erzählt die 15-jährige Christina begeistert. "Cool war auch das Stunt-Training...", ergänzt ihre Freundin.
Die Fachgruppe Jugend der nordrhein-westfälischen Blinden- und Sehbehindertenvereine organisierte zusammen mit dem DBSV den Stand, an dem man blind mit einem Simulationsgewehr schießen oder einen rasselnden Ball Unter der Augenbinde tribbeln konnte. Besonders dieses spontan von den Standaktiven eingerichtete "Spielfeld", bei dem auch der Teamgeist gefragt war, da die "blinden" Ballkünstler auf Zuruf agieren mussten, erwies sich zum einen auch für passionierte Hobyfußballer als echte Herausforderung, andererseits als anziehende Standattraktion, frei nach dem Motto "hauptsache der Ball rollt"!
Außerdem konnte man sich am Stand ein Lesezeichen mit seinem Namen in Punktschrift beschriften. Als es gleich am ersten Tag technische Schwierigkeiten mit der Schießanlage gab, zeigte sich vor allem die Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter auf der Jugendmesse und der Aktiven an anderen Ständen.
Neben dem Engagement am eigenen Stand blieb für die ca. 7 Standbetreuer pro Tag auch genug Zeit, um z. B. am Stand des ZDF ein eigenes Video zu erstellen oder bei der Aktion Tagwerk in ein afrikanisches Kuduhorn zu blasen, dass dort nicht zuletzt auch zur Verständigung eingesätzt wird. Dort gab es übrigens auch ein Geräuschememorie, welches sich allerdings für Blinde mit geschultem Gehör als zu leicht erwies...
"Aufgrund des regen Interesses, vor allem am 2. und 3. Messetag konnten die Standaktiven eine sehr positive Bilanz ziehen. Schade ist nur, dass der Begleitservice für blinde und sehbehinderte Messebesucher, den die Aktion Mensch gemeinsam mit der Fachgruppe Jugend angeboten hatte, kaum genutzt wurde. Das wird sich hoffentlich beim nächsten Mal (voraussichtlich 2010) ändern. Denn lohnenswert ist ein besuch auf der Jugendmesse "Re:Spect our Future" auf für junge Blinde und Sehbehinderte auf jeden Fall!", so das Resumee von Rolf Herfs von der Fachgruppe Jugend, der das Projekt mit großem Engagement organisierte.