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Frau K. ruft bei der Beratung des Vereins an. Ihr Mann (76) hat altersbedingte Makuladegeneration und kann kaum noch lesen. Auch die Orientierung in der Wohnung und draußen ist sehr schwierig geworden. Meistens sitzt Herr K. in einem Sessel und beklagt still sein Schicksal.
Auch gemeinsam mit seiner Frau möchte er nicht mehr nach draußen gehen. Sie hat ihn einmal zu dicht an die Bordsteinkante geführt, sodass er stürzte.
Besonders schwer ist für Herrn K., dass er nicht mal mehr selbständig essen kann und sich alles mundgerecht bereiten lassen muss. Auch die Bedienung des Telefons oder Fernsehgeräts ist für ihn allein nicht mehr möglich. Mit seinen Skatfreunden trifft sich Herr K. nicht mehr, ganz zu schweigen von der Beschäftigung mit seiner Briefmarkensammlung. Früher hat Herr K. viel gelesen: zwei Tageszeitungen und Bücher. Seine Frau liest ihm zwar vor, aber das ist ihm auch nicht ganz recht, da er sich abhängig fühlt.
Herr K. hat mit seinem Leben abgeschlossen. Erblindung gehört für ihn zum Altern und er hat keine Motivation, an seiner Situation etwas zu ändern. Daher ruft Frau K. und nicht er selbst bei der Beratung an. Bereits während des Gesprächs schöpft Frau K. für sich und ihren Mann Hoffnung. Bei ihrem zuständigen Blindenverein erfährt sie, mit welchen Möglichkeiten ihr Mann wieder zurück ins Leben finden kann.
Haben auch Sie angehörige, denen eine Erblindung droht oder sind Sie selbst betroffen? Scheuen Sie sich nicht und rufen Sie uns an! Die Beraterinnen und Berater Ihres örtlichen Landesvereins erörtern mit Ihnen die notwendigen Schritte.
Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie über die verschiedenen Möglichkeiten der Rehabilitation:
Reiner Delgado
Tel.: (0 30) 28 53 87 – 240
E-Mail: r.delgado(at)dbsv.org