Sie sind hier: Startseite > Stiften > Projekte > Projekt: Hilfe für Flutopfer

Unsere Sorgen sind klein angesichts der verheerenden Flutkatastrophe in Asien. Die Natur hat die Menschheit in bisher nicht gekanntem Maße in die Schranken gewiesen - unvorbereitet, gewaltsam, niederschmetternd. Sie machte keinen Unterschied zwischen arm und reich, gesund und krank, behindert oder nicht. Hilfe ist dringend nötig!
Vom Präsidenten der Indonesischen Blindenunion, Herrn Tarsidi, erfuhr der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) am 07.01.2005, dass mehrere Blindenschulen und Rehabilitationseinrichtungen von der Naturkatastrophe betroffen sind und dringend der Hilfe bedürfen.
Inzwischen haben den DBSV neue Nachrichten aus dem Katastrophengebiet Indonesien erreicht. Didi Tarsidi, Präsident der Indonesischen Blindenunion (Pertuni), teilte mit, dass die Lage noch unübersichtlich sei. Der Kontakt zu den fünf lokalen Blindenorganisationen in der besonders schwer betroffenen Provinz Aceh ist nach wie vor unterbrochen. Aus zuverlässiger Quelle habe man erfahren, dass der Alterspräsident der Pertuni-Organisation in Aceh die Flutkatastrophe überlebt hat. Derzeit hat er bei Angehörigen Zuflucht gefunden. Sein Haus sowie die Provinzgeschäftsstelle sind jedoch vollständig zerstört. Gute Nachrichten konnte Tarsidi indessen über die Sonderschule in Bireun vermelden. Die auf einem Hügel gelegene Schule blieb unversehrt; Lehrer und Kinder sind wohlauf. Andere Schulen sind der Flutwelle zum Opfer gefallen. "Aus Berichten von Helfern internationaler Organisationen wissen wir", so Tarsidi, "dass 14 der insgesamt 36 Sonderschulen durch den Tsunami zerstört wurden. 2/3 der Mitarbeiter des Provincial Education Office werden entweder vermisst oder sind tot. Die Zahl der vermissten blinden und sehbehinderten Schülerinnen und Schüler wird derzeit noch ermittelt. Auch viele Lehrer werden vermisst." Die Indonesische Blindenunion wird erst in einigen Wochen in der Lage sein, dem DBSV einen detaillierten Überblick über die Lage der blinden und sehbehinderten Flutopfer und den Zustand der Blindeneinrichtungen zu geben und dann konkreten Bedarf anmelden. "Für die spontan zugesagte Hilfe des DBSV zugunsten der blinden und sehbehinderten Flutopfer in Aceh ist die Indonesische Blindenunion sehr dankbar", sagte Tarsidi dem Referenten für Internationale Arbeit beim DBSV, Hans Kaltwasser. Man wisse nun, dass die auf Kongressen und Konferenzen vielfach beschworene internationale Solidarität der Weltgemeinschaft blinder und sehbehinderter Menschen keine leere Worthülse sein.
Die Blindenstiftung Deutschland und der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. bitten um Ihre Spende zur Unterstützung Not leidender blinder und sehbehinderter Flutopfer und ihrer Bildungsstätten in Asien, insbesondere für die Menschen in Indonesien.
Bitte informieren Sie auch Freunde und Bekannte über den Spendenaufruf!
Die Blindenstiftung Deutschland wurde vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) errichtet. Sie wird von selbst blinden und sehbehinderten Menschen in Kooperation mit Finanz- und Nachlassexperten geführt. Stiftungsvorsitzende ist die DBSV-Präsidentin Renate Reymann.
Nähere Auskünfte über die Stiftung erteilen die Stiftungsvorsitzende und der DBSV-Geschäftsführer, Andreas Bethke, gern auch persönlich:
Telefon: (030) 28 53 87 - 18.
Schriftliche Informationen sind in der DBSV-Geschäftsstelle erhältlich. Die „Gegenwart“, Magazin für Blinde, Sehbehinderte und ihre Freunde, und DBSV-direkt, der Online-Informationsdienst des DBSV, werden über die Hilfeaktion berichten.
Spendenkonto:
Blindenstiftung Deutschland
Deutsche Bank Berlin
Konto-Nr.: 015803003
BLZ: 100 700 00
Verwendungszweck: „Flutopferhilfe“.