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Zirkus fasziniert seit jeher Kinder wie Erwachsene gleichermaßen - eine bunte, exotische Welt voller fremder und vertrauter Eindrücke. Die verschiedensten Kinder können im Zirkusleben ihre Rolle finden. Ob sportlich oder nicht, dick oder dünn, schüchtern oder extrovertiert, sehend oder blind: Der hohe Aufforderungscharakter der Requisiten, der Tiere und der „echten Zirkusmenschen" packt jeden.
Gerade behinderte Kinder haben oft ein geringeres Selbstwertgefühl. Sie meinen, weniger zu können, lernen langsamer oder einfach anders. In der Zirkuswelt finden auch sie ihren Platz und stärken ihr Selbstbewusstsein.
Die Erfahrungswelt in einem Zirkuszelt ist vielfältig, viel mehr Sinne als in anderen Situationen sind gefragt. So kann ein blindes Kind genauso sicher am Trapez turnen wie ein sehendes, weil es um Körperbeherrschung und taktile Wahrnehmung geht. Beim Pyramidenbauen fassen sich alle gleichermaßen an. Der Erfahrungsschatz blinder und sehbehinderter Kinder erweitert sich nicht nur durch das Riechen, den hautnahen Kontakt mit verschiedenen Tieren, durch das Hantieren mit Zirkusrequisiten enorm.
Vor allem aber können die Kinder mit und ohne Seheinschränkung sehr gut zusammen arbeiten. Sie lernen, sich aufeinander zu verlassen, bis sie am Ende eine erfolgreiche Vorstellung darbieten können, die allen Spaß macht. Durch gemeinsame Trainingsphasen und Vorstellungen kann dabei Vertrauen und ein sehr enger Kontakt zwischen den verschiedensten Kindern entstehen.
Das Projekt Zirkusleben konnte erstmals realisiert werden für 50 Kinder mit und ohne Seheinschränkung in Burg Stargard in der Nähe von Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) vom 4. bis 9. Juli 2010 mit der Unterstützung
Blinden- und Sehbehindertenvereins Mecklenburg-Vorpommern
NDR-Reportage über Zirkusleben bei Youtube
Reportage des Regionalfernsehens NeuEins bei Youtube Sonntag: Anreise des Zirkus’ und der Teilnehmer
Montag: Vorstellung des Zirkus und Einteilung der Teilnehmer in Artistengruppen (Akrobatik, Clownerie, Feuer und Fakir, Jonglage, Dressur, Seiltanz oder Zauberei)
Dienstag bis Donnerstag: Proben
Freitag und Samstag: öffentliche Vorstellungen
Die Kosten für den Zirkus, die Betreuung und die Unterkunft der Teilnehmer betragen 15.000 Euro. Mit nur 300 Euro kann einem Kind die Teilnahme am Zirkusleben ermöglicht werden.
Die Blindenstiftung Deutschland realisiert Zirkusleben gemeinsam mit dem DBSV-Jugendclub und dem Projektzirkus Andre Sperlich. Sie unterstützt die Initiative dafür nach Kräften aus eigenen Mitteln, wirbt vor allem aber um fördernde Partner, um dieses ganz besondere Erlebnis ganz besonders vielen Kindern ermöglichen zu können.
Blindenstiftung Deutschland
Herr Reiner Delgado
Rungestraße 19, 10179 Berlin
Telefon: 0 30 / 28 53 87-240, Fax: 0 30 / 28 53 87-200
E-Mail: info(at)blindenstiftung.info
Blindenstiftung Deutschland
Deutsche Bank Berlin
Konto-Nr.: 015 803 001, BLZ: 100 700 00
Verwendungszweck: „Projekt Zirkusleben“
