Durchsetzungsbegleitung digitale Barrierefreiheit
Öffentliche Stellen, wie beispielsweise Behörden, Krankenkassen, Hochschulen oder Gerichte, sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Webseiten und Apps barrierefrei zu gestalten. Trotzdem stoßen Menschen mit Behinderungen überall im Web auf digitale Barrieren. Das Projekt „Durchsetzungsbegleitung digitale Barrierefreiheit“ hat das Ziel, die Umsetzung der digitalen Barrierefreiheit durch beratende Angebote zu unterstützen und voranzutreiben.
Hintergrund des Projektes
Die Digitalisierung ist im täglichen Leben längst angekommen und betrifft den beruflichen und privaten Bereich an vielen Stellen. Damit alle Menschen an diesem Prozess gleichberechtigt teilhaben können, müssen digitale Angebote barrierefrei sein. Insbesondere für öffentliche Stellen bestehen seit vielen Jahren dazu gesetzliche Vorgaben (siehe nähere Infos zur rechtlichen Verankerung digitaler Barrierefreiheit). Das Projekt möchte einen Beitrag leisten, das Wissen und die Aufmerksamkeit rund um das Thema Barrierefreiheit - sowohl bei öffentlichen Stellen als auch bei privaten Dienstleistern von öffentlichen Anbietern - zu erhöhen.
Das Projekt wurde mehrfach verlängert und blickt derzeit auf eine Laufzeit von Ende 2020 bis Mitte 2027. Zentrale Bausteine in allen Projektphasen sind:
Workshopangebote zum Melden digitaler Barrieren
Mit unseren Online-Workshops klären wir darüber auf, was als digitale Barriere gilt und welche gesetzlich geregelten Wege zur Verfügung stehen, diese Barriere beseitigen zu lassen. Zudem tauschen wir uns über Erfahrungen mit der Rechtsdurchsetzung aus und geben hilfreiche Tipps.
Service-Angebot Usability-Tests
Wie schulen Menschen mit Sehbeeinträchtigung darin, als begleitende Testanwenderinnen und -anwender Webseiten und Apps auf deren Usability (blindentechnische Nutzbarkeit) hin durchzugehen. Unser Projekt vermittelt Usability-Testende an interessierte Auftraggebende.
Barrierefreiheit durchsetzen
In Einzelfällen geht das Projekt selbst aktiv in den Dialog mit Online-Anbietern, um digitale Barrieren für alle zu beseitigen.
Förderung
Das Projekt wird hauptsächlich von Aktion Mensch gefördert, mit Co-Förderungen für Teilvorhaben seitens der Techniker Krankenkasse und der Scherraus-Stiftung.
Kontakt
Markus Ertl und Kay Schulze
E-Mail: digital-barrierefrei@dbsv.org