Presse-Serviceseite zum Louis Braille Festival 2019

Die Foto-Stories des Louis Braille Festivals

Nachbericht

Foto: Vier Herren in Jacketts stehen auf einer Open-Air-Bühne an einem Tisch, hinter ihnen ein Kameramann. Die Bühne wird unten, links und rechts von Bannern mit Logos und Illustrationen eingerahmt. Links vor der Bühne der Kopf eines Lamas im Profil.

Einer der Veranstaltungsorte des Louis Braille Festivals war der Zoo Leipzig, dort fand am Freitag die Eröffnung statt. Auf der Bühne Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold, DBSV-Präsident Klaus Hahn (verdeckt), DZB-Direktor Prof. Dr. Thomas Kahlisch und der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung. Aufmerksamer Beobachter war das Lama Horst.

Foto: Links ein Mann mittleren Alters mit blauem Jackett, Brille und kurzen, grauen Haaren, rechts eine junge brünette Frau mit Brille, sandfarbenem Polohemd und Pferdeschwanz. Sie führt seine Hand zu einer Echse, die auf ihrer Brust sitzt.

Beim Quiz am Freitagabend des Louis Braille Festivals wurden alle Fragen so gestellt, dass blinde, sehbehinderte und sehende Teilnehmer die gleichen Voraussetzungen hatten. Hier Prof. Dr. Thomas Kahlisch, blind, bei der Auflösung der Frage: "Welches Tier ist das?" (Bartagame "Tristan" aus dem Zoo Leipzig).

Foto: Ein weißer Augapfel, links die grüne Iris, rechts eine große Öffnung ins orangefarbene Innere. Dort betrachtet und betastet eine junge Frau aus kurzer Distanz ca. 50 leuchtende Stäbchen in Kopfhöhe. Ihre rechte Hand hält einen Blindenlangstock.

Am Samstag des Louis Braille Festivals wurde auf dem „Markt der Begegnungen“ am Stand der Selbsthilfeorganisation PRO RETINA ein begehbares Auge vom Center for Regenerative Therapies an der TU Dresden ausgestellt. Das Modell erläutert unter anderem die Funktion der Lichtsinneszellen („Stäbchen“ und „Zapfen“), die hier von einer sehbehinderten Frau aus nächster Nähe betrachtet und ertastet werden.

Foto: Eine ältere Frau mit grauen, mittellangen Haaren hält mit beiden Händen einen geöffneten Lippenstift. Sie trägt eine weiße, kurzärmelige Bluse, ihre blauen Augen sind nach vorn gerichtet. Rechts ein älterer grauhaariger Mann mit Bart und Brille.

Zu den zahlreichen Workshop-Angeboten des Louis Braille Festivals gehörte auch ein Schminkkurs für blinde und sehbehinderte Frauen. Hier übt eine blinde Besucherin des Festivals das Auftragen von Lippenstift - ohne visuelle Kontrolle durchaus eine Herausforderung.

Foto: Vor dunkelblauem Bühnenhintergrund steht ein Mann mittleren Alters, er spielt eine Akustikgitarre, vor ihm steht ein Mikro. Er trägt ein schwarzes Lederhemd und eine schwarze Schiebermütze. Rechts von ihm eine kleine Trommel und ein weiteres Mikro.

Am Samstag ging das Louis Braille Festival in die Stadt. Unter dem Motto „Da kann ja jede*r kommen“ fand am Abend auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz eine Inklusionsshow mit Comedy, Gesprächsrunden und Livemusik statt. Eines der Highlights: Der Auftritt des blinden US-amerikanischen Singer-Songwriters Raul Midón.

Foto: Blick von vorn in einen hohen, weißen Raum mit vollen Sitzreihen. Im Mittelgang ein junges Paar Hand in Hand, links er mit apricotfarbenem Polohemd, Jeans und Langstock, rechts sie mit blauem T-Shirt, hellblauer Sommerhose, Stirnband und Brille.

Der Andrang war groß beim Gottesdienst für blinde, sehbehinderte und sehende Menschen am Sonntag in der Universitätskirche St. Pauli. Musikalische Glanzpunkte setzten Holm Vogel an der Orgel und der Chor Pro Puncto.

Louis Braille Festival 2019 in Leipzig – Nachbericht

Berlin/Leipzig, 7. Juli 2019. Vom 5. bis zum 7. Juli fand in Leipzig das Louis Braille Festival statt – mit mehr als 3.000 Teilnehmern das größte Zusammentreffen blinder und sehbehinderter Menschen in Europa. Ausrichter waren der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und die Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB). Der Staatsbetrieb des Freistaates Sachsen begeht in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen.

Gefeiert wurde in der Kongresshalle am Zoo Leipzig, auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz, in der Universitätskirche und im Zoo Leipzig. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kamen mehr als 3.000 Gäste und Akteure in die Messe-, Musik- und Buchstadt, ungefähr die Hälfte davon blind oder sehbehindert. Auch rund 60 Führhunde waren dabei und wurden zur Belohnung für ihre Dienste in einer „Führhund-Lounge“ verwöhnt.

Am Samstag feierten und tanzten mehr als 2.000 Festival-Gäste und Leipziger auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz. Eine Show mit Comedy, Gesprächsrunden und Livemusik rückte die Themen Inklusion und Teilhabe in den Fokus und fand ihren gelungenen Abschluss in einem umjubelten Konzert der Berliner Band DOTA.

150 Künstlerinnen, Künstler und Akteure, 150 Helferinnen und Helfer gemeinsam mit 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Veranstalter DBSV und DZB sorgten für die rund 120 Veranstaltungen des eigentlichen Festivals, hinzu kam ein umfangreiches Begleitprogramm an vielen Orten der Stadt Leipzig mit 40 weiteren Angeboten.

Hintergrund: Das Louis Braille Festival fand nach Stationen in Hannover (2009), Berlin (2012) und Marburg (2016) bereits zum vierten Mal statt. Es ist benannt nach Louis Braille, der die tastbare Punktschrift erfand und so blinden Menschen den Zugang zu Bildung ermöglichte. In seinem Geist zeigt das Festival, welche Bandbreite von Aktivitäten für sehbehinderte und blinde Menschen möglich ist.

Artwork zum Festival

Die Illustration zum Festival und das Logo dürfen nur für die Berichterstattung zum Louis Braille Festival 2019 verwendet werden.

Illustration: Auf einer Wiese sitzt ein freundlich schauender Löwe im weißen Führhundgeschirr, am rechten oberen Rand der Arm der geführten Person. Oben klein eine Giraffe, Zooeingang und Kongresshalle. Text: LOUIS BRAILLE FESTIVAL 2019 Komm nach Leipzig!
Bildnachweis: DBSV, Illustration Robert Deutsch
Dunkelblauer Bogen von links unten aufsteigend, darauf hellblau die Skyline von Leipzig: Rathaus, Friedenssäule, Zooportal, City-Hochhaus. Rechts zwei ineinander gehende dunkelblaue Kreise mit weißem Text „Louis Braille Festival“ und „Leipzig 2019“.
Bildnachweis: DBSV, Illustration Robert Deutsch