Skat: Berichte
Hier stehen Berichte über Turniere und andere interessante Veranstaltungen.
36. Offene Deutsche Blinden- und Sehbehinderten-Skatmeisterschaft 2026 - 03.07. - 05.07.2026 in GothaSkat-Workshop für Anfänger*innen mit Seheinschränkungen in Frankfurt
Im Hotel am Tierpark in Gotha trafen sich 16 Skatspielerinnen und Skatspieler mit unterschiedlichen Seheinschränkungen, um die Deutsche Einzelmeisterschaft des DSKV zu bestreiten. Unter diesen 16 Personen befanden sich vier Frauen und 12 Männer.
Da ausschließlich an Dreiertischen gespielt wurde, spielten zwei sehende Schreiber vom ausrichtenden Thüringer Skatverband außer Konkurrenz mit, um alle Plätze zu besetzen. Zusätzlich unterstützten 3 Begleitpersonen, ein weiterer Helfer vom Thüringer Skatverband sowie der Präsident des DSKV, Hans-Jürgen Homilius, als Schreiber das Turnier.
In 3 Serien wurden je 36 hartumkämpfte Spiele durchgeführt.
Das höchste Serienergebnis lag bei 1665 Punkten bei 18 gewonnenen und 2 verlorenen Spielen.
Die Stimmung war durchweg positiv, es gab keine Streitigkeiten durch Schiedsende zu regeln.
Die besten 10 Teilnehmenden erhielten DBSV-Ranglistenpunkte, die besten 6 bekamen vom Spielleiter, dem Präsidenten des Thüringer Skatverbands Rolf Riller je einen Geldpreis überreicht. Auf das Treppchen schafften es Dietmar Mehnert (3027 Punkte) als Dritter, Silvia Schnele (3110 Punkte) als Vizemeisterin und Andre Thumernicht (3842 Punkte) als Deutscher Meister 2026.
Wir gratulieren allen Teilnehmenden zu ihren erzielten Erfolgen.
Auf dem Bild sind von links nach rechts zu sehen: Hans-Jürgen Homilius (Präsident DSKV), Silvia Schnele (2. Platz), Andre Thumernicht (1. Platz), Dietmar Mehnert (3. Platz)
Skat-Workshop für Anfänger*innen mit Seheinschränkungen in Frankfurt
Am 14.06.2026 fand in den Räumen der Frankfurter Bezirksgruppe des Blinden- und Sehbehindertenbundes in Hessen e. V. ein Skatworkshop für derer Mitglieder und Freunde statt. Drei Personen aus der dortigen Skatgruppe leiteten die Veranstaltung und verschafften fünf Interessierten einen ersten Eindruck über die Komplexität dieses barrierefreien Spieles.
In einer ersten Vorstellungsrunde lernten sich die acht Personen kurz kennen und erörterten, wer optisch mit welchen Lichtverhältnissen und Karten-Symbolgrößen zurechtkommen würde. Die blinden Teilnehmenden hatten zuvor die Beschreibung der taktilen Symbole auf den Karten übermittelt bekommen, um diese zum Workshop gelernt zu haben.
Danach folgte ein mächtiger Theorieblock, in welchem der Spielablauf, inklusive des notwendigen Reizens zur Spielermittlung, erklärt wurde. Trotz erster „Erschöpfungserscheinungen“ ging die Gruppe zügig an zwei Tischen in die ersten Spielerfahrungen. Dabei zeigte sich, dass allein das Ertasten der noch fremden Kartensymbole sehr zeitaufwändig sein kann. Die drei anleitenden Personen unterstützten bei der Handhabung der Karten, beim ersten Überblick über die 10 Handkarten und bei der Überlegung, ob damit ein „Farbspiel“ möglich wäre.
Nach einer kurzen Mittagspause mit viel Kommunikation über das gerade erlebte, gab es den zweiten, kürzeren Theorieblock zu „Null“-, „Grand“- und „Hand“-Spielen. Es folgte eine weitere Praxis-Einheit, in welcher erste, mutige Schritte alleine gewagt wurden, teilweise mit schönen Erfolgen.
In einer Abschluss-Runde gab es viel positive Rückmeldungen trotz „Erschöpfungszuständen“. Ein Teil der Gruppe ging noch gemeinsam Essen, um dort über „leichtere“ Themen in einen schönen Austausch zu kommen.

Nun bleibt zu hoffen, dass die „Neulinge“ am „Ball“ oder besser gesagt am „Spielen“ bleiben werden.
Gerne werden die Leitenden dieses Workshops solch eine Veranstaltung bei Bedarf wiederholen.
Juni 2026
Elvira Osewald
Leiterin der Frankfurter Skatgruppe
27. DBSV-Skatmarathon 2026
Im Mai 2026 kamen 33 Skatspielende und Begleitpersonen im Stadthotel Baunatal zusammen, um während des DBSV-Skatmarathons 2026 eine schöne Zeit zu verbringen. Die freundliche Begrüßung inklusive Orientierungsunterstützung bei den Wegen und die großartigen Serviceleistungen des Hotelpersonals ließen die Veranstaltung rundum positiv beginnen. Die Gruppe hatte feste Plätze bei den Mahlzeiten und wurde am Platz mit den teilweise gewählten 3-Gänge-Menüs versorgt. Als am 2. Tag die Frage nach einem Grillabend vor der Siegerehrung aufkam, wurde dies geprüft und am letzten Abend umgesetzt. Die Stimmung der Teilnehmenden war durchweg positiv.
Der Gruppe wurde eine Busfahrt in die historische Altstadt Fritzlar mit Verweildauer und Stadtführung, organisiert durch die Veranstaltungsleitung als Freizeitangebot ermöglicht. Diese Gelegenheit wurde von 22 Personen sehr positiv angenommen. Eine kleinere Gruppe fuhr am 27.05. zu den Herkules-Wasserspielen am Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel.
Doch nun vom Service und den Freizeitaktivitäten zum eigentlichen Event: Dem Skatturnier!
Von der zweiten Serie an wurde jedes Mal zunächst der bzw. die Seriensieger/in mit Applaus belohnt. Zudem gab es viel Erstaunen bei den jeweiligen Serien-Rückblicken, die vom Turnierleiter dank der großartigen Statistik-Übersicht des eingesetzten barrierefreien Programms „Skatlister“, präsentiert wurden.
Die Tisch-Zuordnung je Serie wurden in der ersten Hälfte des Turniers im Wechsel gelost und nach erzielten Punkten gesetzt. Die 8 Schreibenden wurden dabei zuerst den Tischen zugeordnet, danach erfolgten die restlichen Spielenden. Ab der achten Serie wurde nur noch nach Punkten gesetzt. Das Losen und Setzen ist ebenfalls über das eingesetzte Programm möglich.
Über die 11 Serien zu je 10 Runden (40 Spiele am 4er- und 30 Spiele am 3er-Tisch) gab es unter anderem diese statistischen Erkenntnisse, die die Siegerehrung in der urigen Schmiede im Untergeschoss bereicherten:
3 Spiele wurden mit je 240 Minus-Punkten, Grand mit 4, verloren, ein einziges Spiel wurde mit 192 Punkten, Grand mit 4, Hand, Schneider angesagt, gewonnen.
Jede Serie wurde mit jeweils über 1000 Punkten gewonnen. Höchster Seriensieg waren 1856 Punkte. Niedrigster Seriensieg waren 1012 Punkte. Drei Personen gewannen jeweils zweimal eine Serie.
Von den 27 Teilnehmenden am Turnier gab es 8 Teilnehmerinnen, 3 davon waren Schreiberinnen. Zweimal errang eine Frau einen Seriensieg. Beste Spielerin wurde die Schreiberin Sieglinde Moser auf Platz 6.
Am Turnier wurden insgesamt 204203 Punkte erspielt. 2970 Spiele wurden gegeben, davon wurden 2221 gewonnen, 409 verloren und 340 eingepasst.
Das häufigste Spiel war ein Kreuz, das zweithäufigste war der Grand.
In einer Serie wurden an einem Tisch 14 Spiele eingepasst, in einer anderen Serie wurden an einem Tisch 18 Grands gespielt, jeweils von 40 Spielen, da 4er-Tisch. Alle Null-Ouvert- und Null-Ouvert-Hand-Spiele wurden gewonnen. Im Gegensatz dazu wurden nur 53 % der Null-Spiele gewonnen. Pro Spieler wurden zwischen 39 und 140 Spielen gespielt.
Das Turnier wurde von Ralf Schnele (Schreiber) gewonnen, den zweiten Platz erreichte Hugo Ueberberg als bester Seheingeschränkter und den dritten Platz erspielte Felix Koop (Turnierleitung). Während der Siegerehrung erhielt jede Person, also auch die Begleitpersonen, als Präsent eine typische, nordhessische „Ahle Wurscht“.
Die ersten 14 Personen erhalten Turnierpunkte, darunter befinden sich 4 Frauen.
Die eingenommenen Startgelder und die bezahlten Verlorenen-Gelder wurden einerseits für die Seriensiege, andererseits als Preisgelder für die ersten 10 Plätze verwendet. Zudem erhielt Platz 19 das Startgeld erstattet. Dies wurde der Gruppe zu Beginn des Turniers bereits angekündigt - hat manche Person möglicherweise das Ziel gehabt, genau diesen Platz zu erreichen? Die letztplatzierte Person erhielt ein Los der „Aktion Mensch“, möge ihr dieses mehr Glück als die Spiele am Turnier bescheren.
Wir danken dem Hotelpersonal, den Begleitpersonen, den Schreiberinnen und Schreibern und der Turnierleitung. Bedanken möchten wir uns auch beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), der „Aktion Mensch“, bei der eine Förderung beantragt ist und dem Sportreferat des Blinden- und Sehbehindertenbundes in Hessen, die die Finanzierung der Ausflüge, die Unterstützung der Schreibenden und Begleitpersonen ermöglichten.
Juni 2026, Veranstaltungsleitung
Elvira Osewald
Skatwartin des DBSV
5. Ferdi-Schäfer-Gedächtnispokal vom 24. bis 26.04.2026 in Horn Bad Meinberg (Holzhausen)
Zu dem Turnier trafen sich insgesamt 23 Personen, davon 18 Skatspieler/innen, im „Landhotel Café Haus Weber“ in Horn Bad Meinberg. Freitag Nachmittag haben schon viele Gespräche auf der Terrasse bei schönem Wetter stattgefunden. Nach dem gemeinsamen Abendessen folgte die Begrüßung und im Anschluss die erste Serie mit 36 Spielen am Vierertisch und 27 Spielen am Dreiertisch; die zweite Serie folgte am Samstag Vormittag.
Der Samstag Nachmittag stand zur freien Verfügung, welches die meisten der Teilnehmer für einen Spaziergang zu den Externsteinen oder zum Hermanns-Denkmal nutzten. Nach dem gemeinsamen Abendessen am Samstagabend wurde die dritte Serie gestartet. Abgerundet wurde das Skatturnier mit der vierten Serie am Sonntag Vormittag und der anschließenden Siegerehrung.
Die ersten drei platzierten Teilnehmer erhielten einen Pokal in Gold, Silber und Bronze. Wir haben uns sehr gefreut, dass als blinde Teilnehmerin Bettina Wagner das Turnier gewonnen hat, Marlis Schulz als sehbehinderte Teilnehmerin den 3. Platz und Elvira Osewald als blinde Person den 4. Platz belegt hat.
Hier muss man festhalten, dass dies eine tolle Frauenpower war.
Ralf Stuckmann hat sich als sehender Teilnehmer durch eine gute Serie vom 10. auf den 2. Platz vorgearbeitet und sich zwischen zwei Frauen platziert. Als sehende Schreiber belegten Werner Eikermann den 6. und Felix Koop den 7. Platz.
Wir gratulieren auf diesem Wege nochmals allen recht herzlich und danken allen für ihre Teilnahme. Der Tabellenletzte Winfried Mockenhaupt erhielt einen Pokal mit dem Text „Letzter Platz“.
Das eingezahlte Startgeld sowie das Geld der verlorenen Spiele wurde komplett ausgeschüttet. Das Einschreiten eines Schiedsrichters war nicht erforderlich.
Wichtig ist, dass eine solche Veranstaltung ohne unsere emsigen Helfer überhaupt nicht stattfinden könnte. Der Dank gilt den Organisatoren und allen Schreibern an den Tischen ob die Punkte elektronisch oder auf Papier festgehalten wurden.
Wir wurden wieder sehr herzlich empfangen, und am gesamten Wochenende war für das leibliche Wohl bestens gesorgt, wofür wir uns bedankt haben.
Zwischen 12.00 und 13.00 Uhr machten sich die Teilnehmer nach einem gelungenen Wochenende auf den Heimweg. 2027 soll dieses Turnier auch wieder in diesem Haus stattfinden.
Freundliche Grüße
Jutta und Hugo Ueberberg
Zweite offene Hessische Skat-Meisterschaft vom 19. bis 22.03.2026 im Stadthotel Baunatal
Bei schönem Wetter kamen am Donnerstag am späten Nachmittag 16 Personen aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Berlin und Hessen zusammen. 15 Skatspieler*innen mit und ohne Seheinschränkung verbrachten knapp drei Tage voller spannender Spiele. Zudem war eine Begleitperson dabei. Es gab viel freundschaftlichen Austausch mit schönen Gesprächen bei leckerem Essen, in der Kellerbar oder sogar an der Kegelbahn.
Die Gruppe wurde über die drei Tage von dem hervorragenden Hotel-Service begleitet - Abendessen-Bedienung am Platz, Buffet-Unterstützung am Morgen, ansprechbar bei allen Fragen und Wünschen - so kann man sich sehr wohl fühlen. Vielen Dank dafür!
Fünf Serien zu je 10 Runden wurden an drei Vierer- und einem Dreiertisch bestritten. Gestritten wurde sich dabei nicht, der Umgang war durchweg fair und trotzdem ehrgeizig.
Vor dem letzten gemütlichen Beisammensein am Samstagabend wurden spannende Fakten und Zahlen bei der Siegerehrung über das Turnier vorgetragen.
750 Spiele, davon 554 gewonnene, 103 verlorene und 93 eingepasste Spiele.
148 mal „Schneider“, 18 mal „Hand“ und einmal „Hand-Schneider-Angesagt“.
Pro Serie von 150 Spielen gab es zwischen 105 und 118 gewonnene Spiele sowie zwischen 14 und 24 verlorene Spiele.
Die Seriensieger erzielten zwischen 1120 und 1309 Punkten.
Die schlechtesten Punkte pro Serie lagen zwischen 120 und 409 Punkten.
Felix Koop gewann zwei Serien, war aber bei einer Serie auch Punktletzter.
Pro Person wurden zwischen 17 und 50 Spiele am Turnier gewonnen, zwischen einem und 14 Spiele verloren.
Nach der zweiten Serie lagen die beiden Führenden, Michael Vorbeck und Felix Koop, nur einen Punkt auseinander.
In zwei Serien haben jeweils die gleichen beiden Spielerinnen, Karin Strecker und Renate Heider-Braun, die exakt gleiche Punktzahl erreicht.
Bei einem Spiel wurden von Andre Thumernicht herausragende 192 Punkte netto erzielt, zwei andere wurde von Josef Speckmann mit je 240 Punkten netto verloren.
Diese Werte lassen sich großartig durch die online erfassten Serien in einem barrierefreien Programm, erstellt durch einen sehbehinderten Skatspieler aus Frankfurt, ablesen und beeindruckten sehr.
Bei diesem Turnier haben die vier Schreiber direkt online die Spielergebnisse erfasst, so dass keine Nacharbeit durch Spielerfassungen erforderlich war. Dies entlastete den Turnierleiter sehr.
Die Gruppe bedankte sich mit viel Applaus und Präsenten bei den Schreibern und der Turnierleitung für ihr großartiges Engagement.
Es wurden zwei Wertungen erspielt - einmal ein Gesamt-Ranking, das auch in die DBSV-Jahreswertung einfließt, sowie die Hessische Skatmeisterschaft des Blinden- und Sehbehinderten-Bundes in Hessen e. V., (BSBH), der die dafür vergebenen Preise über das Referat Sport gesponsert hat.
Bei dieser separaten BSBH-Auswertung erspielte der Zweitplatzierte Rainer Hahn genau zwei Punkte mehr als die Drittplatzierte Eli Osewald.
Für die ersten sieben Spielenden des Gesamt-Rankings gab es jeweils einen Geldpreis. Diese wurden aus den Geldern der verlorenen Spiele und den Start-Geldern generiert.
„Ich hatte den Eindruck, dass alle Personen eine sehr schöne Zeit miteinander verbracht hatten. Einige treffen sich schon bald erneut im gleichen Hotel zu einem weiteren Skatturnier. Mein ausdrückliches Dankeschön an alle Beteiligten, der gesamten Organisation und dem Hotelpersonal!“
29.03.2026, Eli Osewald
Ergebnis der BSBH-Wertung:
-
Thorsten Bruhns
-
Rainer Hahn
-
Eli Osewald
-
Josef Speckmann
-
Anneliese Hahn
-
Renate Heider-Braun
-
Dietmar Hillesheim
Ergebnis der Gesamt-Wertung:
- Michael Vorbeck 5011
- Andre Thumernicht 4431
- Thorsten Bruhns 4331
- Felix Koop 4212
- Thomas Ströbel 3964
- Rainer Winistädt 3426
- Thomas Meder 3263
- Karin Strecker 3252
- Rainer Hahn 3119
- Elvira Osewald 3117
- Josef Speckmann 3068
- Anneliese Hahn 2945
- Hans-Jürgen Loris 2705
- Renate Heider-Braun 2608
- Dietmar Hillesheim 2037
Jahresrückblick 2025
Liebe Skatfans,
Ein ereignisreiches Skatjahr 2025 der seheingeschränkten Skatfans mit sehenden Mitspielenden liegt hinter uns. Es fanden sechs Skatturniere statt - zwei davon in Weimar, und je eines in Horn Bad Meinberg, Mühlenbach, Duisburg und Rochsburg.
Ich freue mich sehr darüber, dass ich seit April 2025 als Skatwartin an vielen dieser Turniere teilnehmen konnte, um die Skatgemeinschaft besser kennenlernen zu dürfen. Dabei entstanden bei interessanten Gesprächen neue Ideen, von denen ich manche gerne nach und nach umsetzen möchte.
Das größte Projekt war für mich gleich zu Beginn mit einem kleinen Unterstützer-Team, den Marathon fortzusetzen. Dies sollte uns mit 32 Spielenden und 11 Begleitpersonen gut gelungen sein.
Ich habe eine WhatsApp-Gruppe ins Leben gerufen. Wer dort dabei sein möchte, kann mich gerne über skat@dbsv.org kontaktieren.
Leider gab es auch traurige Verluste aus der Skatgemeinschaft. Wir werden die von uns gegangenen Menschen im Herzen in Erinnerung behalten.
Ab 2026 haben wir eine neue Punkte-Vergabe. Wie diese genau gestaltet wird, kann auf der Skatseite unter https://www.dbsv.org/skat-ranglisten.html#punkte nachgelesen werden.
Neben einigen weiteren Turnieren ist auch der Marathon an Pfingsten 2026 bereits ausgeschrieben. In 2027 wird der Marathon voraussichtlich vom 06.-13.03.27 stattfinden. Bei ausreichender Akzeptanz wird danach der Marathon im Wechsel an Pfingsten und im März stattfinden.
Vom 03.-05.07.2026 soll wieder eine Deutsche Blinden-Einzel-Meisterschaft in Kooperation mit dem DSKV stattfinden, das ist bislang noch ein unverbindlicher Termin. Gerne merkt euch diesen schon vor.
Jetzt noch ein paar Zahlen zu 2025 und zwei kleine Überraschungen:
An den sechs genannten Turnieren nahmen insgesamt 63 Skatfans teil. Davon erspielten 49 Personen Ranglisten-Punkte. 16 Spielende blieben mit ihren Ranking-Punkten im einstelligen Bereich.
11 von den 15 spielenden Frauen erreichten Ranking-Punkte. Sieglinde Moser erreichte als beste Frau mit 5 Teilnahmen und 28 Ranking-Punkten den neunten Platz.
Bernhard Claus erreichte mit nur einer Teilnahme und 27 Punkten den zehnten Platz.
Karin Strecker (Platz 17) und Hugo Überberg (Platz 3) nahmen an allen sechs Turnieren teil.
Der beste sehende Spieler in 2025 ist Felix Koop. Mit fünf Teilnahmen und 54 Punkten belegt er Platz eins der Jahrestabelle. Knapp dahinter mit drei Teilnahmen und großartigen 48 Punkte belegt Uwe Langer als bester Spieler mit Seheinschränkung Platz zwei.
Als Anerkennung für ihre Leistungen, also bester Sehender und bester Seheingeschränkter, erhalten die beiden ein Jahreslos der Aktion Mensch. Möge es den beiden so viel Glück bescheren, wie sie beim Skat Erfolg haben.
Zum Schluss bedanke ich mich bei allen unterstützenden Personen, ob beim Schreiben, Schiedsen, Ideen einbringen, Turnier-Organisationen und allen weiteren Themen.
Ein großer Dank gilt Thorsten Bruhns für die Programmierung des Skatlisters, mit dem wir barrierefrei die Turnierergebnisse erfassen und somit die Auswertungen viel schneller erlangt werden.
Und natürlich bedanke ich mich auch bei meinem Partner Felix Koop, der für mich unsere Skatseite immer sehr schnell aktualisiert.
Nun wünsche ich euch angenehme und erholsame Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr, verbunden mit Gesundheit und Erfolg bei euren Vorhaben und natürlich für 2026 immer ein Gut Blatt!
20.12.2025, Eli Osewald, Skatwartin des DBSV
33. Skatturnier für blinde und sehbehinderte Spieler in der Villa Rochsburg
Vom 31. Oktober bis 2. November fand in der Villa Rochsburg, der Pension des Sächsischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes, das 33. Skatturnier statt. Insgesamt nahmen 24 begeisterte, blinde und sehbehinderte Skatspieler sowie ihre Begleitpersonen an diesem traditionsreichen Wettbewerb teil.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Villa Rochsburg sorgten erneut für einen gelungenen Rahmen und verwöhnten die Gäste mit bewährter Hausmannskost. Die gute kulinarische Betreuung trug maßgeblich zur angenehmen und familiären Atmosphäre des Turniers bei.
Das Turnier bestand aus drei Serien mit jeweils 40 Spielen. Die erste Serie wurde wie üblich ausgelost, während die weiteren Serien nach dem Punktestand gesetzt wurden. Eine besondere Neuerung in diesem Jahr war der Einsatz der von Thorsten Bruhns entwickelten Software „Skatlister“, die eine schnelle und unkomplizierte Erfassung sowie Auswertung der Spielergebnisse über PC, Tablet oder Smartphone ermöglichte. Dadurch konnte der Zeitaufwand für die Auswertung deutlich reduziert werden.
Neben dem spannenden Skatspiel kam auch der Austausch unter den Teilnehmenden nicht zu kurz. Viele der Spieler kennen sich bereits von früheren Turnieren, was die familiäre und herzliche Stimmung zusätzlich förderte. Am Samstag nutzten zahlreiche Gäste das außergewöhnlich warme Herbstwetter für einen Spaziergang. Besonders beliebt war das nahegelegene Schloss Rochsburg mit seiner Schokoladen-Manufaktur, die ein lohnendes Ausflugsziel und kulinarische Leckerbissen bot.
Den Turniersieg errang Rainer Winnistädt aus Berlin, gefolgt von Ralf Schnele aus Karlsruhe und Felix Koop aus Offenbach.
Ein besonderer Dank gilt den Organisatoren und Turnierleitern Iris, Felix Koop und Michael Freudenberg, ebenso wie allen Mitarbeitenden der Villa Rochsburg für ihre hervorragende Betreuung und Unterstützung während der Veranstaltung.
Steffen Beck
Bericht vom NRW-Cup 2025
Der „NRW-CUP 2025“ hat vom 19.09. bis 21.09. im Mercure-Hotel, Landferstr. 20, in Duisburg stattgefunden.
Nachdem wir vom Hotel in Moers telefonisch die Absage zur Durchführung des Skatturniers erhielten, bemühten wir uns, ein Hotel mit geeignetem Seminarraum zum Skatspielen zu finden. Dies ist uns glücklicherweise schnell gelungen und wir sind mit dem „Mercure-Hotel in Duisburg“ fündig geworden, um den NRW-CUP in diesem Jahr dort zum gleichen Datum durchführen zu können. Wir haben mit der Mitarbeiterin des Hotels sehr viele Gespräche geführt, damit dieses Turnier einen unseren Vorstellungen entsprechenden Ablauf bekommen hat.
Einige Stunden vor Beginn des Turniers waren 15 Teilnehmer gemeldet, wovon leider noch drei Teilnehmer krankheitsbedingt abgesagt haben. Hierfür hat das Hotel keinerlei Kosten erhoben. Den Seminarraum konnten wir für zwei Tage auch kostenlos nutzen. Hier ist uns das Hotel sehr entgegengekommen.
Alle waren mit ihren Zimmern sowie mit der Verpflegung als auch mit dem Personal im Hotel sehr zufrieden.
Am 19.09. fand im Anschluss an die Begrüßung um 14.00 Uhr die erste Serie statt. Nach dem gemeinsamen Abendessen konnte um 19.30 Uhr die 2. Serie beginnen. Es ging weiter mit der 3. Serie am 20.09. um 09.00 Uhr und die 4. Serie hat ab 14.00 Uhr am Samstagnachmittag stattgefunden.
Es hat wieder hervorragend geklappt, dass gleich alle Ergebnisse durch die Schreiber online festgehalten werden konnten.
Als wir gegen 17.00 Uhr mit allen vier Serien fertig waren, fand um 17.30 Uhr die Siegerehrung statt. Die ersten drei Plätze belegten folgende Skatspieler:
- Platz 1 Michael Vorbeck
- Platz 2 Thomas Ströbel
- Platz 3 Felix Koop
Alle erhielten sowohl in Gold, Silber und Bronze einen Pokal.
Auf diesem Wege möchten wir den drei vorgenannten Personen nochmals recht herzlich zum Erreichen der ersten drei Plätze gratulieren. Auch alle weiteren Personen wurden natürlich mit ihrer jeweils erreichten Punktzahl vorgelesen. Die Veranstaltung ist sehr harmonisch abgelaufen, ein Schiedsrichter wurde im ganzen Turnier nicht gebraucht.
An dieser Stelle müssen wir noch anmerken, dass diese Veranstaltung ohne unsere emsigen Helfer die beim auf finden des Spielraums, des Restaurants und der Zimmer in einem für alle fremden Hotel geholfen haben, nicht so Problemlos abgelaufen wäre.
Abschließend waren alle der Meinung, dass wir dieses Turnier im nächsten Jahr erneut im „Hotel Mercure in Duisburg“ durchführen könnten, welches auch wieder von Ehepaar Ueberberg organisiert wird.
Bericht vom DBSV-Skatmarathon 2025
Vom 08. bis 14.06.2025 fand im Hotel Roter Bühl im Schwarzwald der 26. DBSV-Skatmarathon für seheingeschränkte Menschen und deren Skatbefreundete statt.Am Turnier nahmen 32 Spielende teil. Diese wurden durch acht Begleitpersonen unterstützt. Die Gruppe war aufgrund dieser Größe weitestgehend alleine in dem idyllisch gelegenen Haus.
Es wurden in 10 Serien jeweils 40 Spiele am 4er- und 30 Spiele am 3er-Tisch absolviert. 8 Teilnehmende mit genügend Sehvermögen übernahmen jeweils die Funktion der schreibenden Person. Diese führten die Schreiblisten und passten darauf auf, dass auch diejenigen Karten auf dem Tisch lagen, die angesagt wurden. Teilweise wurden die Ergebnisse direkt in einem webbasierten Programm festgehalten, das ein sehbehinderter Skatspieler aus Frankfurt zur barrierefreien Erfassung der Spiele programmiert hatte. Da sich manche der Schreibenden unsicher im Umgang mit diesem Programm fühlten, wurden diese von drei nahezu blinden Teilnehmenden bei der Ergebnis-Eingabe unterstützt, was die Ermittlung des jeweiligen Serien-Endergebnisses erheblich beschleunigte.
Komplettiert wurde dieser Marathon durch zwei von dem Organisationsteam angebotene Ausflüge. Einmal fuhr ein großer Teil der Gruppe mit einem Reisebus nach Freiburg, um dort durch zwei fachkundige Gästeführerinnen eine umfangreiche Stadtführung zu erhalten. An einem anderen Nachmittag wurde eine Edelobstbrennerei bei einer Führung mit anschließender Verköstigung besichtigt.
Die nicht spielenden Begleitpersonen erlebten viele schöne Stunden in der Umgebung.Bei spannenden Spielen, netten Gesprächen, schönem Wetter und sehr leckerem Essen war der 26. DBSV-Skatmarathon eine gelungene Veranstaltung. Leider wurde diese überschattet durch den tragischen Unfall und Verlust unseres Skatfreundes Maik Beck.Am letzten Abend gab es abends ein üppiges Schwarzwaldbuffet gefolgt von einer ausführlichen Siegerehrung. Eli Osewald, Hauptverantwortliche für das Turnier und DBSV-Skatwartin führte mit ihrem Lebensgefährten Felix Koop, der durch seine ständige Unterstützung die Ergebnisse und Platzierungen immer im Griff hatte, mit Humor und manch spannenden Ergebnissen durch den Abend. Interessante Fakten wie beispielsweise die Anzahl am meisten gewonnenen Spiele pro Person (108) oder die Anzahl am meisten verlorener Spiele (28) wurden vorgetragen. Solch eine Auswertung ist mit dem Online-Programm sehr zügig vornehmbar und bietet somit interessante Einblicke.Extrem ungewöhnlich ist, dass nach so vielen Spielen zwei Personen exakt die gleiche Punktzahl hatten. Darauf war Osewald nicht vorbereitet und somit erhielten die Gleichplatzierten den gleichen Geldpreis. Da dies nicht den Skatregeln entspricht, wurde die Rangliste nach derer Anwendung entsprechend korrigiert.Wir hoffen, dass wir viele Skatbegeisterte in 2026 beim nächsten Marathon wieder treffen dürfen. Finanziell wurde das Turnier durch die Aktion Mensch, eine Spende des Landessportreferenten des BSBH e.V. sowie durch Sieg-Sachpreise von Silvia Schnele unterstützt. Wir sagen herzlichen Dank dafür!Die Treppchenplätze fielen auf:1. Platz Ralf Schnele2. Platz Bernhard Claus (bestplatzierter seheingeschränkter Teilnehmer)3. Platz Thomas MederDie restlichen Platzierungen können hier gefunden werden.
Bericht vom 20.05.25 über das Skatturnier (4. Ferdi-Schäfer-Gedächtnispokal) vom 11. bis 13.04.2025 in Horn Bad Meinberg
Wir trafen uns mit insgesamt 27 Personen, davon 22 Skatspieler/innen, an dem Wochenende im „Landhotel Cafe Haus Weber“ in Horn-Bad Meinberg zu einem Skatturnier. Freitagnachmittag haben schon viele Gespräche zum Kennenlernen auf der Terrasse stattgefunden. Freitagabend nach dem gemeinsamen warmen Abendessen folgte die Begrüßung und im Anschluss die erste Serie mit 36 Spielen am Vierertisch und 27 Spielen am Dreiertisch.
Eine erfreuliche Mitteilung konnten wir an diesem Abend allen übermitteln, dass Eli Osewald ab 10. April 2025 als neue Skatwartin des DBSV ernannt wurde. Wir wünschen Ihr viel Erfolg für dieses Ehrenamt. Des Weiteren freuen wir uns auch sehr darüber, dass Felix Koop die Pflege der Webseite für Skat beim DBSV übernommen hat. Auch ihm wünschen wir hierfür viel Erfolg.
Anschließend haben sich beide in der Runde kurz vorgestellt.
Die zweite Serie folgte am Samstagvormittag. Der Samstagnachmittag stand zur freien Verfügung, welches die meisten der Teilnehmer für einen Spaziergang zu den Extern Steinen nutzten. Nach dem gemeinsamen warmen Abendessen wurde die dritte Serie gestartet. Abgerundet wurde das Skatturnier mit der vierten Serie am Sonntagvormittag und der anschließenden Siegerehrung.
Die ersten drei platzierten Teilnehmer erhielten einen Pokal in Gold, Silber und Bronze. Außerdem erhielt der platzierte Tabellenletzte ebenfalls einen Pokal.
Darüber hinaus erhielten alle Anwesenden einen Schlüsselanhänger als Erinnerung an dieses Turnier mit Datumsgravur. Das eingezahlte Startgeld sowie das Geld der verlorenen Spiele wurde komplett ausgeschüttet.
Die ganze Veranstaltung lief sehr friedlich ab , es bedurfte kein Einschreiten durch den Schiedsrichter.
Was sehr wichtig ist, dass eine solche Veranstaltung ohne unsere emsigen Helfer überhaupt nicht stattfinden könnte. Der Dank gilt den Organisatoren und allen Schreibern an den Tischen. Bei diesem Turnier wurden auch an einigen Tischen die Ergebnisse mit dem Tablet auf elektronischem Wege eingetragen.
Abschließend haben wir uns beim Personal des Landhotels Cafe Haus Weber (ganz besonders bei Familie Weber und Frau Brinkmann)für die gute Küche und die freundliche und sehr gute Bedienung am ganzen Wochenende recht herzlich bedankt. Auch die Kuchenauswahl war wieder hervorragend.
Ab 13.00 Uhr reisten die Teilnehmer nach einem gelungenem Wochenende ab.


