Jahreskonferenz Dramaturgische Gesellschaft "TIME TO CARE"
Ort: Hamburg
Die Tagung widmet sich der Sichtbarkeit, Wertschätzung und Förderung inklusiver Kunst und Kultur sowie den Rechten von behinderten, chronisch kranken und Tauben Künstler*innen und begreift “Care” als solidarisches Handeln im Kulturbetrieb. Künstler*innen wie Aktivist*innen und Expert*innen aus dem deutschsprachigen Theaterraum sind ebenso eingeladen wie internationale Künstler*innen, die in ihren Ländern bereits von Zensur und Repression betroffen sind.
Mit der Tagung reagiert die dg auf den derzeitigen politischen Backlash, in dem Exklusion eine politische Strategie geworden ist. Autoritäre Tendenzen nehmen in der Politik immer mehr Fahrt auf und ein verschärfter neoliberaler Kapitalismus vertieft die soziale Ungleichheit. In diesem Klima werden verletzliche, von Ausgrenzung betroffene Gruppen von den Treiber*innen rechter Erzählungen zunehmend als “Belastung” diffamiert. Projekte gesellschaftlicher Öffnung und Diversifizierung, bürgerschaftliches Engagement und auch die Kultur werden schrittweise ideologisch entwertet und finanziell unter Druck gesetzt.
Welche künstlerischen und strukturellen Strategien braucht es also, um der politischen Exklusion etwas entgegenzusetzen? Welche Formen der Zusammenarbeit, Sprachen, Ästhetiken und solidarischen Impulse braucht eine Kunst, die auf Zugänglichkeit, Offenheit und Partizipation setzt?
Wir, der Vorstand der dg, bestehend aus Antigone Akgün, Irina-Simona Bârcă, Hannah Egenolf, Kerstin Grübmeyer, Esther Holland-Merten, Jasmin Maghames, Michael v. zur Mühlen haben uns für diese Konferenz Unterstützung gesucht und freuen uns sehr über die kuratorische Beratung durch Kate Brehme und Konrad Wolf.
Informationen zur Barrierefreiheit (diese Informationen werden laufend auf der Website der Dramaturgischen Gesellschaft aktualisiert):
- Tagung in deutscher und englischer Lautsprache sowie Deutscher Gebärdensprache (DGS)
- Keynotes und Panels mit Verdolmetschung zwischen deutscher/englischer Lautsprache und Deutscher Gebärdensprache (DGS)
- Keynotes und Panels mit Verdolmetschung in Leichte Sprache
- Workshops auf Anfrage und bei Bedarf mit Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache (DGS) und/oder Leichte Sprache
- Assistenzhunde willkommen. Bitte informiert uns im Anmeldeformular.
- Kinder willkommen. Das Programm ist jedoch auf ein erwachsenes Publikum ausgerichtet.
- Es existiert ein Bodenleitsystem.
- Ebenerdiges Gelände. Alle Hauptspielstätten (k1, k2, k3, k4, k6, p1 und kmh) sowie Foyer, Kassenbereich und das Restaurant Peacetanbul sind rollstuhlzugänglich. Rollstuhlgerechte WCs sind vorhanden. Detaillierte Informationen zur baulichen Barrierefreiheit findet ihr hier.
- Quiet Space im Foyer, der nicht akustisch abgegrenzt, aber mit Noise-Cancelling-Headphones und Schlafmasken ausgestattet ist.
- Die Tagung findet relaxed statt:
- Alternative Sitz- und Liegemöglichkeiten
- Regelmäßige Pausen
- Offene Türen. Ihr könnt euch jederzeit bewegen, rausgehen und wiederkommen.
- Sollte bei einzelnen Programmpunkten die Rollstuhlzugänglichkeit oder die Verdolmetschung in DGS und/oder Leichte Sprache nicht gegeben sein, findet sich auf der Programm-Website ein entsprechender Hinweis. Diese wird laufend aktualisiert.
Ab SOFORT ist die Anmeldung zur Konferenz möglich.