Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)

 

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Sehbehindertenfußball

Fußball kann man auch spielen, wenn man nicht so gut sieht. Schon seit je her haben Schüler an Schulen für Sehbehinderte Fußball gespielt - im Sportunterricht, auf dem Schulhof, auf dem Bolzplatz. Schulen für Sehbehinderte organisieren auch schon jetzt Fußballturniere für ihre sehbehinderten Schüler. Manche begabte sehbehinderte Fußballer spielen auch erfolgreich in regulären Mannschaften beim Fußball der Sehenden mit.

Der Internationale blindensportverband -  IBSA organisiert international Sehbehindertenfußball nach besonderen Regeln. In manchen Ländern gibt es einen regen Spielbetrieb im Sehbehindertenfußball und es werden Europa und Weltmeister gekürt.

Wie geht Sehbehindertenfußball?

Wie beim Futsal - einer speziellen Hallenfußballvariante auch für sehende Sportler - spielen je vier Feldspieler und ein Torwart gegeneinander. Das spielfeld ist 20m x 40m groß, die Tore 3m breit und 2m hoch, der Ball ist kleiner, schwerer und sprungreduziert. Die beiden Halbzeiten dauern je 20 Minuten. Die Fouls einer halbzeit werden gezählt und ab dem vierten Foul werden Freistöße als "Doppelpenalti" vom 10m-Punkt ausgeführt.

Der Torwart kann voll sehend oder Sehbehindert sein; von den 4 Feldspielern müssen mindestens 2 die Startklasse B2 haben, und 2 dürfen auch B3 sein. B2 ist eine hochgradige Sehbehinderung mit etwa einer Sehschärfe von unter 5%; B3 ist eine Sehbehinderung mit etwa einer Sehschärfe unter 10%; B1 sind blinde Sportler für die es  Blindenfußball gibt.

Beim  DBSV-Jugendclub-Fest wird am 31. Mai und 1. Juni 2012 erstmals ein Turnier im Sehbehindertenfußball nach den Regeln der IBSA ausgetragen. Die o. g. Startklassen B2 und B3 werden dabei jedoch nicht geprüft.

Wofür wird Sehbehindertenfußball gebraucht?

Viele sehbehinderte Fußballerinnen und Fußballer kommen auch sehr gut mit dem regulären fußball klar und spielen erfolgreich zusammen mit sehenden. Bei erheblichen Sehbeeinträchtigungen bieten die Regeln von Sehbehindertenfußball aber Vorteile:

  • Das spielfeld ist kleiner und so wächst die Chance, den Ball immer sehen zu können.
  • Die Zahl der Spieler ist kleiner und das Geschehen im Spiel entsprechend weniger komplex und besser überschaubar.
  • Der Ball springt weniger und ist insgesamt langsamer und kann mit den Augen leichter verfolgt werden.

Regeln für Sehbehindertenfußball

Die Regeln für Sehbehindertenfußball richten sich vor allem nach dem  Regelwerk für Futsal der FIFA

Zusätzlich gelten folgende Regelungen:

Kategorien B2 und B3

Die Regeln für diese Kategorie sind dieselben wie  die der FIFA mit den folgenden IBSA-Anpassungen:

  • Es ist Schutz gegen mögliche Reflexionen von Sonnenlicht oder anderen Lichtquellen, die auf dem Spielfeld auftreten könnten und welche die Entwicklung des Spiels und die Bewegung der Spieler ändern oder einschränken könnten, zur Verfügung zu stellen.
  • Es ist für eine gleichmäßige Beleuchtung auf dem gesamten Spielfeld ohne jegliche Beleuchtungsabweichungen zu sorgen.
  • Der Ball soll weiß, grün, orange oder von einer anderen gut erkennbaren Farbe sein.
  • Die Schiedsrichter sollen zur Schiedsrichtergruppe der IBSA gehören.
  • Jeder Spieler, der fünf persönliche Fouls begangen hat, wird vom Spiel ausgeschlossen und des Platzes verwiesen. Er kann direkt durch einen Auswechselspieler ersetzt werden.
  • Die B3-klassifizierten Spieler tragen eine rote Armbinde.
  • Während des gesamten Spiels müssen in jeder Mannschaft mindestens zwei B2-Spieler im Einsatz sein. Bei Verletzung eines B2-Spielers, muss dieser durch einen B2-Spieler ersetzt werden. Ist kein B2-Auswechselspieler verfügbar, muss das Spiel mit drei Spielern fortgesetzt werden.
  • Die Torwarte können sehbehindert (B2/B3) oder völlig sehend sein.
  1. Der Torwart darf seinen Strafraum nicht verlassen und außerhalb dieses Bereichs den Ball nicht spielen. Falls er dieses tut, wird er mit einem direkten Freistoß (für ein persönliches und kumuliertes Foul) von der Stelle, wo der Verstoß sich ereignete, bestraft. Bei Wiederholung ist er mit der Roten Karte als doppelte Gelbe Karte vom Spiel auszuschließen. * Wenn ein Torwart außerhalb seines Strafraums den Ball mit der Hand spielt, ist er mit der Roten Karte vom Spiel auszuschließen, unabhängig davon, ob er vorher schon die Gelbe Karte gesehen hat.
  • In keinem Fall darf der Torwart einen Schuss außerhalb seines Strafraums ausführen, z. B. Strafstoß o.ä.
 

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