Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)

 

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Audiodeskription im Kino

„Filme sind kulturelle Ereignisse, die auch blinde und sehbehinderte Menschen interessieren. Für das Projekt „Audiodeskription im Kino“ sucht die Blindenstiftung Deutschland deshalb Paten, die daran mitwirken wollen, die preisgekrönten Filme der Berlinale 2006 für blinde und sehbehinderte Menschen zu erschließen.“
(Jürgen Lubnau, Kuratorium der Blindenstiftung Deutschland)

Filme sind zentraler Bestandteil unserer Kultur, sie sind Gesprächsstoff am Arbeitsplatz, in der Familie und im Freundeskreis. 80 Prozent der blinden und sehbehinderten Menschen schalten zu Unterhaltungszwecken das Fernsehen ein, um Filme zu „sehen“. Bei Spielfilmen ist es für sie oft schwierig, der Handlung zu folgen. Dann sind Hinweise notwendig, die erklären, was im Bild vor sich geht. Audiodeskription heißt das Verfahren, das aus einem Film einen blindengerechten Hörfilm macht. Akustischen Untertiteln vergleichbar, beschreibt eine Audiodeskription in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor.

Projektträgerin der Initiative „Audiodeskription im Kino“ ist die Deutsche Hörfilm gGmbH. Zielsetzung des Projektes ist es, für die mehr als 650.000 blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland ein barrierefreies Angebot an Filmen im Kino zu schaffen.

Die Anzahl von Hörfilmen im Kino ist derzeit noch verschwindend gering. Das Angebot bestand bis zum vergangenen Jahr im Wesentlichen aus zwei bis drei Aufführungen pro Jahr. Die Ursache hierfür war, dass die Umsetzung von Audiodeskription im Kino sehr aufwändig und kostenintensiv war. Denn jede Audiodeskription wurde live eingesprochen.

Die in den Kinos nun anstehende Umstellung auf digitale Projektion macht es möglich, eine vorproduzierte Audiodeskription zu jeder Aufführung eines Films anzubieten, also aus jeder Kinoaufführung ein integratives Ereignis zu machen. Die blinden Kinobesucher hören dabei die akustischen Bildbeschreibungen über Infrarot-Kopfhörer, der Filmton kommt über die Saallautsprecher. Bereits für das Jahr 2006 sind erste Aufführungen mit digitaler Projektion geplant.

Die Blindenstiftung Deutschland unterstützt das Projekt nach ihren Kräften, wirbt aber auch ausdrücklich um ergänzende Spenden und um Paten, die bereit sind, mit einer konkreten Förderung von bis zu 5.000,- Euro die Ausstattung von Filmen mit Audiodeskription zu finanzieren. Als erstes konkretes Projekt sollen der Gewinnerfilm des Goldenen Bären und weitere Preisträger der Berlinale 2006 mit Audiodeskription versehen werden.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:

Kontakt

Blindenstiftung Deutschland
Herr Andreas Bethke
Rungestraße 19
10179 Berlin
Telefon: 030/285387-18
Fax: 030/285387-20
E-Mail: info@blindenstiftung.info

Spendenkonto:
Blindenstiftung Deutschland
Deutsche Bank Berlin
Konto-Nr.: 015 803 001
BLZ: 100 700 00
Verwendungszweck: „Projekt Audiodeskription“.

 

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