Alltagstricks: Uhrzeit, Telefonieren, eine Unterschrift leisten

Alltagstricks zum Ablesen der Uhrzeit, Telefonieren und Leisten von Unterschriften.

Uhrzeit

  • Im Versandhandel, sowie bei Hilfsmittelfirmen gibt es sprechende Uhren.
  • Unterschiedliche taktile Uhren gibt es bei den Hilfsmittelfirmen.

Telefonieren

  • Die fünf ist auf Telefon- und anderen numerischen Tastaturen fast immer markiert, daran kann man sich orientieren, um auch alle anderen Tasten zu finden.
  • Es gibt spezielle Telefone für Blinde und Sehbehinderte zu kaufen mit extra großen und gut leserlichen Tasten, mit der Möglichkeit, Telefonnummern einzuspeichern (diese Telefone sind z. B. bei der Telekom, im Versandhandel oder bei Hilfsmittelfirmen erhältlich).
  • Für verschiedenste Handys gibt es inzwischen eine entsprechende Software mit integrierter Sprachausgabe, zum Teil auch mit der Möglichkeit, eine Braillezeile anzuschließen, sodass das Handy vollständig von blinden und sehbehinderten Menschen bedient werden kann (entsprechende Informationen sind bei den Hilfsmittelfirmen erhältlich).
  • Ein sehbehindertengerechtes Telefonbuch anlegen: Wem ein Telefonverzeichnis in Großdruck nicht mehr ausreicht, kann sich selbst ein persönliches Telefonbuch anlegen oder von Freunden/Verwandten am PC gestalten lassen. Der Tipp kommt von Kirsten Hüser-Nuss, Rehafachkraft beim BBSB in Aschaffenburg und Nürnberg (aus BBSB-Inform).
    Man benötigt dazu einen DIN A4 Ordner und ein (buntes) Buchstabenregister. Nun richtet man in Word die Seite so ein, dass im Querformat geschrieben wird. Pro DIN A4 Seite gibt man nun einen Namen und die Telefonnummer in der Schriftgröße ein, die man noch problemlos lesen kann. Als Schrift verwendet man am besten Arial oder Verdana, da dies serifenlose Schriften (also Schriften ohne Füße an den Buchstaben) sind. Falls der Name sehr lang ist und nicht auf die Seite passen sollte, kann man auch nur markante Buchstaben des Namens in Großschrift schreiben und die Verbindungsbuchstaben klein. Z.B. Fleckenstein. Wenn man in diesem Namen nur die Konsonanten groß schreibt und die Vokale klein belässt, erkennt man trotzdem recht mühelos den Namen. Groß geschrieben wären FL-ck-st-n. Die Ergänzungsarbeit wird vom Hirn erledigt.
    Nun ordnet man den Namen passend in das Register. Sicher wird sich so mancher Enkel freuen so ein günstiges Geburtstagsgeschenk zu haben, bei dem er noch dazu am Computer sitzen darf, ohne dass die Eltern schimpfen.

Eine Unterschrift leisten

  • Den linken Zeigefinger von einer sehenden Person da hin aufs Papier setzen lassen, wo mit der Unterschrift begonnen werden soll, mit der rechten Hand den Stift dann dort ansetzen.
  • Ein Lineal, Pappe oder Papier auf die Linie legen lassen, auf der unterschrieben werden soll, dann über dem Lineal schreiben.
  • Eine kleine Schablone - z. B. aus stabiler Pappe - anfertigen lassen oder bei den Blindenhilfsmittelfirmen kaufen, die an die Stelle gelegt werden muss, wo unterschrieben werden soll. Innerhalb des vorgegebenen Ausschnitts unterschreiben.
  • Oder die eigene Handkante an die Linie anlegen lassen, auf der unterschrieben werden soll
  • Zum erlernen der Unterschrift diese von einer sehenden Person mit Draht formen lassen, um einen Eindruck von deren Aussehen zu bekommen.

Die Alltagstricks wurden zusammengestellt vom Hessischen Koordinationsbüro für Frauen mit Behinderung im PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband, Landesverband Hessen e. V. und dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband. Haben Sie noch einen Alltagstrick, den Sie in unserer Liste nicht finden, freuen wir uns, wenn Sie uns diesen mailen an: info@alltagstricks.de.

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Alltagstricks rund um Körperpflege und Schminken

Alltagstricks im Umgang mit Medikamenten

Alltagstricks für mehr Ordnung in der Küche, im Kleiderschrank, am Arbeitsplatz etc.

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Alltagstricks zum Bezahlen mit Bargeld

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