Braille goes digital

 

Der DBSV hat die deutschen Beiträge zum EBU Onkyo World Braille Essay Contest 2017 - Europe ausgewählt. Der Wettbewerb wird von der japanischen Onkyo Corporation, dem japanischen Braille Mainichi organisiert und in Europa von der Europäischen Blindenunion (EBU) durchgeführt.

Wir wollen das Braille auch im digitalen Zeitalter weiterlebt und Blinde und Sehende via Twitter und Facebook begeistert. Alle, die die Brailleschrift schätzen und lieben, konnten beschreiben, warum Braille auch im digitalen Zeitalter die Welt fühlbar verbunden hält in Form eines Brailletweets von 140 Zeichen oder in Form einer knackigen Facebook Message maximal 500 Zeichen.

Alle Einsendungen werden vom DBSV-Jugendclub auf Twitter und Facebook gepostet und sollen so um die Welt und viral gehen, um die Bedeutung der Brailleschrift allen Wissenden und ahnungslosen ins Gedächtnis zu rufen und begreiflich zu machen.

 

Die 5 deutschen Beiträge, die am europäischen Auswahlverfahren teilnehmen

 

Dankbarkeit, dafür, dass ich im letzten Jahr die Punktschrift erlernen durfte. Dafür, dass es sie gibt. Freude, Immer wenn ich ganz für mich ein Buch lesen kann. Und immer, wenn ich meinem Kind vorlese, welches gebannt an meinen Lippen hängt. Stolz, meinem Büro-Job wieder nachgehen zu können. Wieder voll und ganz im Leben zu stehen und meine Familie ernähren zu können. Mit Ehrgeiz und meiner Punktschrift. Das alles fühle ich. Vom ersten Moment an liebte ich sie!

Kai Sandleben, 35 Jahre

 

Er konnte nicht sehen, was sie fühlte. Die Welt war zu dunkel. Sie konnte nicht hören, was er fühlte. Die Welt war zu still. Sie konnten nicht verstehen, was Sie verbindet. Gesprochene Worte waren zu flüchtig. Punkt für Punkt werden Dunkelheit und Stille leise fühlbar durchbrochen. Nadine Wettstein, 38 Jahre

 

Ich habe herausgefunden, dass Punktschrift einem ganz schön was nützt. Denn ich mag es mehr, zu lesen, als dass es mir ein Computer vorliest. Denn dann weiß man auch gleich, wie Fremdwörter geschrieben werden. Wenn man selbst liest, kann man mehr lernen und es versetzt einen in andere Welten. Denn es ist langweilig, wenn die ganze Zeit ein Roboter alles herunter rattert. Juli Schweizer, 8 Jahre

 

Braille bringt deinen Tweet sogar im dunkeln auf den Punkt!

Luca Sariyannis, 11 Jahre

 

Braille gegen den Lärm Hallo Nachbarn, werft Eure Rasenmäher und Kreissägen an! Liebe Kinder, grölt herum so viel ihr wollt! All ihr motorisierten Angeber, tretet das Gaspedal durch und lasst den Auspuff röhren! Egal. Meine Finger stört es nicht. Ich hab mir die Braille-Vollschrift beigebracht. Tschüss, bin auf der Terrasse, lesen! Bettina Hanke, 50 Jahre

 

Weitere Beiträge

 

Punktschrift ist für mich wie jede andere Schrift: Es sind Zeichen, die unsere Worte und damit unsere Gedanken und Gefühle festhalten. Wer nicht schreiben kann, ist als Analphabet stark benachteiligt in jeder Gesellschaft. Sehenden und blinden Menschen gleichermaßen muss die Möglichkeit gegeben werden, Schrift zu lernen und anzuwenden. Wer nicht die Möglichkeit hat, Schrift zu lesen oder Schrift zu schreiben, kann nicht vollständig an unserer Kultur teilhaben. Schrift ist eine der Grundlagen unserer Bildung. Steffen Zimmermann, 52 Jahre

 

Wir fühlen, was andere sagen, egal wo sie sich befinden. Die Punkte weisen uns den Weg zu ungeahnten Möglichkeiten der Kommunikation, die mit dem technischen Fortschritt einhergingen. Kerstin Peters, 15 Jhare

 

#Braille ist von großer Bedeutung! Denn Schrift ist der Schlüssel zu #Wissen, #Bildung und #Kultur. Ellen Schweizer, 44 Jhare

 

Für mich ist die Brailleschrift auch im digitalen Zeitalter unverzichtbar und sie sollte auch zukünftig erhalten bleiben, weil sie taktil gut zu erfassen ist und so das Kommunizieren mit anderen erleichtert. Selbst am PC wird nicht nur mit Sprachausgabe sondern auch mit Braillezeile gearbeitet. Brigitte Berg, 59 Jahre