Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF)

LPF – drei Buchstaben, die das Leben verändern können, die mehr Selbstständigkeit, mehr Lebensqualität in den Alltag bringen. Wer eine Schulung in Lebenspraktischen Fähigkeiten (LPF) durchläuft, lernt zum Beispiel, einfache Gerichte zu kochen, Ordnung in den Kleiderschrank zu bringen, Schuhe zu putzen, die Wohnung sauber zu halten, Haushaltsgeräte zu markieren, mit verschiedenen Hilfsmitteln umzugehen. Für viele blinde und sehbehinderte Menschen ist das der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben.

LPF – Was gehört alles dazu?

Im LPF-Unterricht lernen blinde und sehbehinderte Menschen spezielle Techniken, Methoden und Strategien, um ihren Alltag insbesondere im häuslichen Bereich eigenständig zu bewältigen und ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Die Inhalte einer Schulung variieren von Person zu Person.

Je nach individuellen Bedürfnissen und Wünschen können Themen aus den Bereichen Ernährung, Essenstechniken, Körperpflege, Gesundheit, Kleiderpflege, Ordnungssysteme, Haushaltsführung, handwerkliche Tätigkeiten, Kommunikation und Umgang mit Hilfsmitteln dazugehören. Das Training erfolgt üblicherweise im Einzelunterricht und wird von qualifizierten Rehabilitationslehrern durchgeführt. Die in einer LPF-Schulung gewonnene Selbstständigkeit unterstützt das Selbstbewusstsein des Teilnehmers, verschafft Anerkennung in Familie, Beruf und Gesellschaft und führt so zu einem Mehr an Lebensqualität.

LPF-Schulung

Lassen Sie sich umfassend von einer Rehabilitationslehrerin/einem -lehrer in LPF schulen und gewinnen Sie so Selbständigkeit in Ihrem Alltag zurück. Über die Schulung und Lehrer in Ihrer Nähe informiert Sie der für Sie zuständige DBSV-Landesverein oder der Berufsverband der Rehalehrer für Blinde und Sehbehinderte.

Ansprechpartner

Reiner Delgado DBSV-Geschäftsstelle Telefon: 030 285387-240

Themenschwerpunkt „Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF)“ aus dem Verbandsmagazin „Gegenwart“ des DBSV, Ausgabe 12/2010.

In der Beratungspraxis gibt es die Fälle immer wieder: Da hat jemand Interesse an einer LPF-Schulung und muss sich am Ende doch dagegen entscheiden, weil er auf den Kosten sitzen bleiben würde.

Aus gefühltem Nutzen ist nachweisbarer Nutzen geworden. Erstmals hat sich die Wissenschaft mit dem Thema LPF befasst.

Wer im Alter eine neue Hüfte bekommt, dem wird selbstverständlich eine Anschlussrehabilitation finanziert. Wer dagegen sein Sehvermögen verliert, der muss seine Reha in Form eines LPF-Trainings oft aus der eigenen Tasche bezahlen.

Ein Weihnachtsrezept gespickt mit LPF-Tipps

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