Sehbehindertentag

Laut Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es mehr als eine Million sehbehinderte Menschen in Deutschland. Um auf die Bedürfnisse dieser Menschen aufmerksam zu machen, hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) im Jahr 1998 einen eigenen Gedenktag eingeführt: den Sehbehindertentag. Er findet jährlich am 6. Juni zu einem bestimmten Thema statt.

Sehbehindertentag 2017 zum Thema „Hörfilmempfang“

Auch sehbehinderte Menschen schauen Fernsehen – und sie möchten weiter Fernsehen schauen, wenn die Augen schwächer werden. Leider jedoch werden sie bei der Entwicklung von Haushalts- und Unterhaltungselektronik, insbesondere im Hinblick auf die Bedienbarkeit, immer wieder übersehen.
Dennoch bleibt der Fernseher in aller Regel ihr primäres Informationsmedium. Die öffentlich-rechtlichen TV-Sender haben inzwischen ein umfassendes Angebot an Programmen mit Audiodeskription. So nennt man Bildbeschreibungen, die in den Dialogpausen eines Filmes eingesprochen werden und in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreiben. Audiodeskription (AD) macht einen Film zum Hörfilm – perfekt zugänglich für blinde und sehbehinderte Menschen.

Das Problem: Viele Fernseher sind nicht barrierefrei bedienbar. Die sehbehinderten Nutzer benötigen Unterstützung bei der Einstellung der Geräte und eine kompetente Beratung beim Kauf eines neuen Geräts. Die Erfahrung des DBSV hat gezeigt, dass ein Großteil der Verkaufsberater mit dieser besonderen Thematik nicht vertraut ist.

Der DBSV plant deshalb zum Sehbehindertentag 2017 eine bundesweite Aktion mit dem Fernsehfachhandel.

Ansprechpartner

Volker Lenk Pressesprecher Telefon: 030 285387-140

Pressebild

Das bereitgestellte Bild steht zum Download im druckfähigen jpg-Format zur Verfügung.

Ein menschliches Ohr in Großaufnahme, im Hintergrund ein unscharfes Fernsehbild
Sehbehinderte und blinde Menschen sind auf zusätzliche Bildbeschreibungen angewiesen, wenn sie dem Fernsehprogramm folgen möchten. Bild: DBSV/Friese

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