Gendergerechte Wortwahl

Das Präsidium des DBSV hat im April 2019 für den DBSV die im Folgenden dargestellte Linie festgelegt, die weitgehend einer Empfehlung der Arbeitstagung der Verantwortlichen für die Öffentlichkeitsarbeit im DBSV im Februar 2019 folgt. Die Mitgliedsorganisationen und -einrichtungen werden eingeladen, sich dieser Linie anzuschließen.

Gendern männlich/weiblich

  • Ein vorangestellter Satz, dass Personenbezeichnungen als geschlechtsneutral zu verstehen sind, reicht nicht.
  • Damit klar wird, wie ein Text von einer Assistenz oder einem Screenreader vorgelesen werden soll, sollen Personenbezeichnungen ausformuliert werden (Beispiel: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). Gendern durch Sonderzeichen und Typografie (Beispiele: Mitarbeiter_innen, Mitarbeiter/-innen, MitarbeiterInnen, Mitarbeiter*innen) ist nicht zu empfehlen.
  • Weil ausformulierte Personenbezeichnungen vor allem bei häufigen Wiederholungen innerhalb eines Textes als störend empfunden werden können, bemühen wir uns, Textlösungen zu finden, die kein Geschlecht ausschließen („Team“ statt „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“.

Gendern männlich/weiblich/divers

Für einen Beschluss dazu ist es zu früh. Dafür sprechen zwei Gründe:

  • Es gibt unter den Menschen, die sich weder als männlich noch als weiblich empfinden, bisher keinen Konsens, wie gegendert werden soll.
  • Der Rat für deutsche Rechtschreibung, die maßgebende Instanz in Fragen der Rechtschreibung im deutschen Sprachraum, hat im November 2018 erklärt, dass es noch zu früh für eine Entscheidung ist.

Als Übergangslösung kann bei längeren Texten in einem vorangestellten Satz erklärt werden, dass Personenbezeichnungen als geschlechtsneutral zu verstehen sind (was aber nicht das Gendern männlich/weiblich im Text ersetzt).